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17.01.2026

Dr. Gut: «Impfpflicht: Symptom verfehlter Gesundheitspolitik»

Dr. Gut: «Die Weichen dazu wurden auf Bundesebene schon 2012 mit Art. 22 des Epidemiengesetzes gestellt. Denn genau darauf beruft sich nun auch der Kanton St. Gallen.»
Dr. Gut: «Die Weichen dazu wurden auf Bundesebene schon 2012 mit Art. 22 des Epidemiengesetzes gestellt. Denn genau darauf beruft sich nun auch der Kanton St. Gallen.» Bild: Linth24
Hohe Bussen und faktischer Impfzwang: St.Gallen ist kein Unfall. Sondern das, was Behörden wollen. Der Widerstand der Bevölkerung zeigt: Das Volk lässt sich nicht alles bieten.
  • Kolumne von Dr. Philipp Gut

Nein, es gibt keine Impfpflicht. Nein, es gibt keinen Impfzwang. Nein, sich impfen zu lassen, ist und bleibt freiwillig. Dies ist der Tenor, der uns schon in der unseligen Coronazeit entgegenschlug. Seither versichern die Behörden, sie hätten aus diesen Erfahrungen gelernt.
Wird jetzt also die körperliche Unversehrtheit geachtet? Werden die Grundrechte respektiert? Muss niemand mehr befürchten, ausgestossen, diskriminiert und bestraft zu werden, nur weil er auf diesen grundlegenden Menschenrechten besteht?

Schraube wird noch mehr angezogen

Ganz im Gegenteil. Verschiedene Entwicklungen in jüngster Zeit deuten darauf hin, dass die Behörden zwar durchaus Schlüsse aus dem Coronadebakel gezogen haben – aber gerade die falschen.
Statt das autoritäre Gehabe abzulegen, ziehen sie die Schraube noch mehr an.

Freiwilligkeit bewusst aufgehoben  

Dass der Kanton St. Gallen die bisher «ausdrücklich gewährleistete Freiwilligkeit von öffentlichen Impfungen» erklärtermassen und bewusst aufheben und eine «Impfpflicht» unter brutaler Strafandrohung von 20'000 Franken einführen will, ist kein Betriebsunfall, sondern die logische Konsequenz einer völlig verfehlten Gesundheitspolitik.

Das Übel beginnt in Bern

Die Weichen dazu wurden auf Bundesebene schon 2012 mit Art. 22 des Epidemiengesetzes gestellt. Denn genau darauf beruft sich nun auch der Kanton St. Gallen.
Und dieses Gesetz soll nun sogar noch weiter verschärft werden – mit noch mehr Zentralismus statt Föderalismus; mit der Fortschreibung und Verschärfung von Überwachung und Kontrolle; mit der Zementierung der verfehlten und diskriminierenden Zertifikatspolitik.

WHO verfügt über unsere Gesundheit

Dieselbe Fehlentwicklung schliesslich auch auf internationaler Ebene: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stärkt ebenfalls die zentralistischen Strömungen, gibt ihrem nicht demokratisch legitimierten Generaldirektor aus Afrika noch mehr Kompetenzen, um über unser aller Gesundheit zu verfügen.

Dringender Weckruf

Das Beispiel des Kantons St. Gallens ist also ein dringender Weckruf: Es zeigt, dass die Behörden aus ihren Fehlern in der Coronazeit nichts gelernt haben. 
Ja, schlimmer noch: Sie schaffen nun die Grundlagen, um die Selbstbestimmung und Unversehrtheit der Bürger noch leichter aushebeln zu können – und noch gravierendere Fehler mit noch gravierenderen Folgen zu begehen. 

So können Sie sich wehren

Darum ist ein Marschhalt gefordert. Es darf auch auf eidgenössischer Ebene keine Revision und Verschärfung des Epidemiengesetzes ohne saubere Aufarbeitung geben.
Der Widerstand der Bevölkerung im Kanton St. Gallen ist ein Zeichen, dass das Volk sich nicht alles bieten lässt. Mit dieser Petition können Sie sich gegen die weitere Machtanmassung des autoritären Massnahmenstaates wehren.

Dr. Philipp Gut schreibt auf dem Online-Verbund von Portal24 regelmässig eine Kolumne. Philipp Gut ist Buchautor und einer der profiliertesten Journalisten der Schweiz. Mit seiner Kommunikationsagentur Gut Communications GmbH berät er Parteien, Verbände, Unternehmen und Private.

www.gut-communications.ch

Dr. Philipp Gut, Kolumnist Rheintal24
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