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Region Rheintal
07.10.2023

Ennet des Rheins ist der Strom viel billiger

Ist der Saft aus der Steckdose im Rheintal zu teuer?
Ist der Saft aus der Steckdose im Rheintal zu teuer? Bild: shutterstock.com
Das Vorarlberger Online-Portal vol.at hat heute einen Vergleich zwischen den Strompreisen im St.Galler Rheintal und dem benachbarten Vorarlberg gebracht. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Zahlen wir zuviel?

Ein vom Vorarlberger Online-Portal vol.at angestellter Vergleich der Stromtarife hüben und drüben des Rheins brachte erstaunliche Ergebnisse. Denn im Jahr 2024 müssen in den Rheintaler Gemeinden höhere Preise für die Elektrizität bezahlt werden. Während im Ländle der Strompreis auf sensationsniedrige 9,7 Cent pro Kilowattstunde (inklusive der sogenannten Landes-Strompreisbremse) sinken wird.

Kraft aus der Steckdose

So stellte vol.at fest, dass in St.Margrethen im kommenden Jahr der Preis für die Kraft aus der Steckdose um 13,9 Prozent angehoben wird, und dann bei 35,85 Cent pro Kilowattstunde liegen wird. Im Vergleich dazu sinkt in ganz Vorarlberg, also auch in der Nachbargemeinde Höchst der Tarif ohne Landes-Strompreisbremse auf 12,7 Cent pro kWh.

Noch teurer als unter dem Heldsberg werde die Elektrizität 2024 in Diepoldsau (37,86 Cent), Oberriet (38,40 Cent) und Rüthi) 40,45 Cent sein, während etwa in Rheineck nur ein moderater Anstieg von 30,94 Cent auf 32,73 Cent je kWh bevorstehe.

Energiepreis von 9,7 Cent pro kWh

Demgegenüber hat der in Vorarlberg ansässige und einzige Stromlieferant den Energiepreis bereits im Juli auf 15,7 Cent pro kWh gesenkt und wird ab Januar 2024 sogar um 12,7 pro kWh liefern. Im Vergleich mit dem Zeitraum vor Juli 2023 liege man somit sogar um 45 Prozent niedriger. Inklusive der aus Steuermitteln finanzierten «Landes-Strompreisbremse» ist bis 31.03.2025 in Vorarlberg sogar ein Energiepreis von 9,7 Cent pro kWh garantiert.

In der Schweiz entwickelt sich der Strompreis in die andere Richtung. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission Elcom hat vor wenigen Tagen kommuniziert, dass 2024 die Tarife im Durchschnitt um 18 Prozent teurer werden sollen. Für den Konsumenten ist das alles nur noch erstaunlich und nicht nachvollziehbar.

Anmerkung: der besseren Vergleichbarkeit halber wurden die Preise wie im Artikel auf vol.at in Cent anstatt in Rappen angegeben, wobei derzeit von einem Devisenkurs von 1 EUR = 1 CHF ausgegangen werden kann.

 

rheintal24/gmh/uh
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