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Altstätten
05.04.2023

Vertragsverhandlungen sollen weitergeführt werden

Die Primarschule Lüchingen möchte am heutigen Standort des Pfarreiheims ein neues Schulhaus bauen. Die Kirchgemeinde ihrerseits hat einem Projektierungskredit für einen Pfarreiheim-Neubau direkt neben der Kirche gutgeheissen.
Die Primarschule Lüchingen möchte am heutigen Standort des Pfarreiheims ein neues Schulhaus bauen. Die Kirchgemeinde ihrerseits hat einem Projektierungskredit für einen Pfarreiheim-Neubau direkt neben der Kirche gutgeheissen. Bild: zVg
Die Primarschule Lüchingen möchte auf einem Grundstück der Kirchgemeinde ein neues Schulhaus errichten. Die Baurechtsvertragsverhandlungen konnten allerdings noch nicht abgeschlossen werden. Von der Stärkung des Standorts Kirchfeld würde das ganze Dorf profitieren.

Die Schulbürgerinnen und Schulbürger wurden von Schulratspräsident Mattia Girardi zur ordentlichen Versammlung im Pfarreiheim Lüchingen begrüsst. Zu Beginn des offiziellen Teils informierte er ausführlich über die Entwicklungen sowie die Herausforderungen der Schule. Unter anderem wies er auf die neu eingeführte Tagesbetreuung hin, welche in Zusammenarbeit mit der Schule Altstätten und mit Unterstützung der Stadt in der ehemaligen Villa Utz angeboten wird.

Dieses Angebot umfasst einen strukturierten Tagesablauf mit vielfältigen Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Es vermittelt den Kindern ein angenehmes, familiäres Umfeld sowie Sicherheit und Geborgenheit. Der Schulratspräsident wies zudem darauf hin, dass die Angebote des Vereins Tagesfamilien auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Das Angebot sei keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung.

Alle Anträge angenommen

Die 91 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben sowohl die Jahresrechnung 2022 mit Bericht und Antrag der Geschäftsprüfungskommission, als auch das Budget 2023 mit Bericht und Antrag der GPK ohne Gegenstimme angenommen. Dem Entwurf des Baurechtsvertrags stimmten die Bürgerinnen und Bürger mit 51 zu 21 Stimmen zu.

Der Abstimmung vorausgegangen ist eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Abstimmung über einen Vertragsentwurf. Schulratspräsident Mattia Girardi gab zu verstehen, dass er den zeitlichen Faktor der Ausarbeitung des zukunftsweisenden Vertrags unterschätzt habe. Ziel wäre es gewesen über einen Vertrag abzustimmen, der von beiden Parteien grundsätzlich gutgeheissen werde. Dem ist aktuell aber nicht so. Noch seien sich der Schulrat und der Kirchenverwaltungsrat nicht in allen Punkten einig.

Standort Kirchfeld wird bevorzugt

Das «Ja» zum aktuellen Baurechtsvertragsentwurf deutet der Schulrat als Aufforderung die Vertragsverhandlungen mit dem Kirchenverwaltungsrat weiterzuführen. Ziel ist es, dass eine Einigung gefunden werden kann, welche für alle Parteien stimmig ist. Nebst der Zustimmung der Schulbürgerinnen und Schulbürger braucht es für einen erfolgreichen Vertragsabschluss auch die Zustimmung des Kirchenverwaltungsrats, dem Administrationsrat sowie dem Bischof.

Aus Sicht des Schulrats wäre die Investition in Schulräumlichkeiten direkt neben dem heutigen Schulhaus Kirchfeld mit Abstand die beste Lösung. Einerseits könnte so die Schule im Dorfzentrum belassen und an einen Standort konzentriert werden, andererseits würde am Standort Roosen genügend Platz für den Sportbereich sowie Vereine und deren Anlässe zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Vorteil sieht der Schulrat in einer möglichen Synergienutzung zwischen der Infrastruktur der Schule und der Kirche. «Mit der Realisierung des Campus Kirchfeld würden wir die Chance nutzen, das Dorfzentrum von Lüchingen aufzuwerten und dieses neu zu beleben», ist Schulratspräsident Mattia Girardi überzeugt.

pd/rheintal24
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