Was ist eigentlich los, wenn im Widnauer Metropol etwa 160 Leute abfeiern? Wenn sich die Gemeindepräsidenten des Rheintals geschlossen unter den Feiernden befinden? Wenn sich dabei Kulturtreibende mit Gemeindemitarbeitern, Gemeinde-, Schul- und Kantonsräten die Hand geben und gemütlich miteinander talken. Und wenn ein Regierungsrat seine Aufwartung macht?
Sag zum Abschied leise Servus
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter
Ja, was war denn da eigentlich los ist? Ganz einfach: Die scheidende Gemeindepräsidentin Christa Köppel, die am Dienstag noch als jüngste 65-Jährige aller Zeiten ihren Geburtstag feiern konnte, gab Mittwochabend ihre Abschiedsfeier. Zu der sie Freunde, Kollegen und Wegbegleiter eingeladen hatte.
Und wohl kaum einer hatte auf diese Einladung hin abgesagt. So tummelte sich denn ein munteres Völkchen im Widebaumsaal, als sich Christa Köppel bei allen für ihr Kommen bedankte und launig bemerkte: «Sie sehen mich heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weinend, weil ich gestern 65 geworden bin. Und lachend, als ich heute mein Büro ausgeräumt habe.»
Ungezwungen heiterer Abend
Es war ein ungezwungen heiterer Abend ohne Programm. Peter Lenzin mit seinem Saxophon und Saki Hatzigeorgiou mit seiner Gitarre sorgten für unaufdringliche musikalische Begleittöne und eine herrlich smoothe Lounge-Atmosphäre, während sich die Gäste am Apéro-Buffet von mehrlust-Catering delektierten.
Da wollten sie natürlich alle dabei sein, als die seit 24 Jahren regierende Gemeindechefin die persönlichen Einladungen zu diesem Abend unter dem Motto «it´s time to say goodbye» verschickte.
Und Christa Köppel freute sich, mit ihnen allen anstossen zu können. Wie etwa mit Regierungsrat Stephan Kölliker. Wie mit Kantonsrat Peter Nüesch und den vielen weiteren Politikern des Rheintals.
Liebhaberin der schönen Künste
Dass die «Jubilarin» (diese Bezeichnung passt so gar nicht zur agilen, vor Energie und Lebenslust stets sprühenden Christa Köppel) auch eine grosse Liebhaberin der schönen Künste ist, zeigte sich am Grossaufmarsch der wichtigsten Kulturtreibenden im Rheintal. Berta Thurnherr mit ihrem ansteckenden, herzlichen Lachen, liess die scheidende Gemeindepräsidentin genauso hochleben wie Jolanda Spirig oder Hans-Peter Enderli.
Selbstverständlich waren auch viele verdiente Widnauer mit dabei, wie etwa Sportjournalistenlegende Beni Bruggmann oder Allgemeinarzt Dr. Martin Frei. Die prominenten Besucher dieses Events aufzuzählen wäre kaum möglich.
Und alle waren sich in ihren Glückwünschen an Christa Köppel einig: «It´s time to say goodbye» oder auf elegant-österreicherisch «Sag zum Abschied leise Servus». Mit einem grossen Aber: Aber bleib uns als gute Freundin, Kollegin oder gute Bekannte auch weiterhin erhalten.