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St. Margrethen
12.01.2023
13.01.2023 10:17 Uhr

Künzler fliegt über den Hundschopf

Janique Künzler: Nach guten Trainingsfahrten vor Eiger, Mönch und Jungfrau guten Mutes, den Sprung am Hundschopf auch am Samstag gut zu meistern.
Janique Künzler: Nach guten Trainingsfahrten vor Eiger, Mönch und Jungfrau guten Mutes, den Sprung am Hundschopf auch am Samstag gut zu meistern. Bild: gps
Am kommenden Samstag findet die legendäre Lauberhornabfahrt statt. Mit am Start auch ein St.Margrether - als Vorfahrer.

Die Lauberhorn-Abfahrt gilt als eine der grössten Herausforderungen im Profi-Skizirkus. Zwar gelten die Strecken in Bormio oder Kitzbühl als schwieriger, nichts desto trotz verlangt die Abfahrt in Wengen aufgrund der Länge von 4480 Metern den Athleten physisch alles ab. Nirgends sind die Top-Cracks länger unterwegs wie auf der legendären Strecke im Berner Oberland. 

Am kommenden Samstag flitzt auch der St.Margrether Janique Künzler, der heute mit seiner Familie in Au lebt, als Vorfahrer über die Schlüsselstellen wie Hundschopf, Minschkante, Haneggschuss oder Ziel-S. 

Bild: zVg

Emotionale Wochen für Künzler

Der 33-Jährige, der vor rund zwei Wochen Vater einer Tochter geworden ist, geht mit der Teilnahme als Vorfahrer ein Traum in Erfüllung. Das sei für ihn ein zweites emotionales Highlight innerhalb kurzer Zeit, sagt der ehemalige Nachwuchsfahrer des Ostschweizer Skiverbandes gegenüber rheintal24. Die Qualifikation als Vorfahrer bei der Lauberhorn-Abfahrt holte sich Künzler primär über den dritten Platz bei der Master-WM, eine Art Seniorenkategorie ab dem 30. Altersjahr. 

Im gleichen Hotel wie die Schweizer Top-Cracks

Gestartet wird das Rennen am Samstag um 12.30 Uhr. Künzler startet als dritter Vorfahrer rund zweieinhalb Minuten vor der Nummer 1. Rheintal24 erreicht ihn am Donnerstagnachmittag im Hotel in Wengen, wo er zusammen mit den anderen Vorfahrern und den Schweizer Top-Cracks wie Odermatt oder Feuz während dieser Woche wohnt.

Von Nervosität ist wenig zu spüren. Daran ändert auch ein «Beinahe-Abflug» nach dem Haneggschuss mit 145 km/h nicht allzu viel (siehe Video unten). Künzler freut sich auf die Challenge am Samstag und wirkt entschlossen, wobei das wenig wundert. Vor einigen Jahren hat er ohne grosse technische Vorbereitung und Bergsteiger-Erfahrung das Matterhorn bestiegen. Ein hartgesottener Bursche eben. 

red/rheintal24
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