Was war das denn für ein fürchterliches Jahr. Ein Jahr, das mich endgültig schwach gemacht hatte. Die rasch aufeinanderfolgenden Heimsuchungen Corona, Isolation, Lockdowns, Maskenpflicht, Wachstumskrise, Ukraine, Gaskrise und Inflation hatten mich schon seit 2020 in Geiselhaft genommen, mich gefoltert und ungünstig verändert.
Meist mürrischer Kauz
Von einem bekennenden Sanguiniker und Bruder Leichtfuss wurde ich, wie sehr viele meiner Bekannten, in dieser Zeit zu einem seltsamen, oft mürrischen Kauz, der das meiste, wenn nicht alles, mit Scheuklappen grau in grau gesehen hat. Doch dann, bei einem zucker-, gluten- und kalorienreduzierten Abendessen fand ich, dass es genug der Mieselsucht ist.
Denn es wurde mir schlagartig klar, dass es uns im Rheintal trotz aller Pleiten, Pech und Pannen, die den Rest der Welt heimgesucht haben, gut geht. Dass es uns - wie weiland Adam und Eva im Paradies - eigentlich an nichts fehlt. Dass die Wirtschaft in unserem Valley diesseits und jenseits des Rheins nach wie vor boomt. Dass der grösste Mangel nicht der Strom- und Energiemangel ist, sondern der Arbeitskräftemangel. Welch ein gutes Zeichen!