Home Region Rheintal Sport Magazin Schweiz/Ausland Agenda
Altstätten
22.12.2022
22.12.2022 16:00 Uhr

Eine echte Bereicherung der Altstadt

Bild: zVg
Vor exakt 25 Jahren wurde der Grundstein gelegt für die Errichtung der Stiftung Frauenhof Kapelle. Im folgenden Jahr erfolgte die Renovation der bald 400 Jahre alten Kapelle. Damit wurde die Kapelle aus einem fast 200 Jahre dauernden «Dornröschen-Schlaf» aufgeweckt.

In der Adventszeit zeigt sich die Ausstrahlung der Frauenhof Kapelle in beeindruckender Form. In dieser Zeit - noch bis Ende Jahr - ist in der Kapelle ein Friedenslicht aufgestellt.

Bild: zVg

Stiftungsgründung vor 25 Jahren

Doch nicht nur um Weihnachten herum, sondern während des ganzen Jahres setzt die Frauenhof-Kapelle in der Altstadt ein besonderes Zeichen. Mit ihrer Ausstrahlung trägt sie wesentlich zum Charme der Marktgasse bei. Die 1648 erbaute Kapelle gehörte einst zum Verwaltungssitz des Klosters St.Gallen. Nach dem Untergang der Abtei St.Gallen gelangte die Kapelle zusammen mit dem Frauenhof-Areal in Privatbesitz und blieb dies bis Dezember 1997. In dieser Zeit war die Kapelle meistens geschlossen. Die meisten Altstätterinnen und Altstätter kannten sie nur von aussen. Das änderte sich vor 25 Jahren, als der damalige Eigentümer Thomas Arnold Hammer im Dezember 1997 die Kapelle der neu gegründeten Stiftung übergab.

Tag für Tag

Die Stiftung «Frauenhof Kapelle Altstätten» organisierte die Finanzierung und renovierte die Kapelle in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. Im August 1998 konnte die renovierte Kapelle feierlich eingeweiht. Werden. Seither ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Stiftungsrat wird seit Anbeginn von Peter Bürki präsidiert. Zusammen mit dem ehrenamtlich tätigen Stiftungsrat sorgt er dafür, dass die Kapelle gut unterhalten wird und dass sie jeden Tag offen ist.

Bereicherung

Patron der Frauenhof-Kapelle ist der Heilige Placidus, deswegen wird sie auch als Placidus Kapelle bezeichnet Von den Bildern her spielt aber der Heilige Eusebius die wichtigste Rolle. Eusebius darf mit gutem Recht als eine besonders interessante Heiligen-Figur bezeichnet werden. Der Märtyrer hat vor über 1000 Jahren in Vorarlberg gelebt. Der Legende nach soll er im Raume des heutigen Dorfes Brederis geköpft worden sein.

Die Kapelle stösst nicht nur bei Touristen auf Interesse, sondern wird aber auch von Einheimischen besucht. Vereinzelt finden Andachten statt. Auf jeden Fall stellt der kleine, aber interessante Bau eine Bereicherung für die ganze Stadt dar.

Meinrad Gschwend
Demnächst