Auf den 1. Januar 2018 hatte der Gemeinderat Richtlinien für die Förderung von PV-Anlagen erlassen. Seither wurden zu den Fördergeldern des Bundes (Pronovo AG) jeweils zusätzlich 30% Fördergelder durch die Gemeinde ausgerichtet, um den Bau von kleineren PV-Anlagen anzuschieben.
Erhebliche Veränderung auf dem Energiemarkt
Die energiepolitische Situation ebenso die Preisentwicklung auf dem Strommarkt hat sich im 2022 markant verändert. Dies war in dieser Brisanz nicht absehbar. Der Krieg in der Ukraine beeinflusste die Lage auf dem Energiemarkt massgeblich, was unter anderem zu massiv höheren Strompreisen führte. In diesem Zusammenhang hat der Gemeinderat auch den Rückliefertarif für Solarstrom angehoben, und zwar stark von 7.13 Rappen im 2022 auf 20.36 Rappen pro kWh im 2023.
Die höheren Rückspeisetarife, aber auch andere Aspekte wie die drohende Energiemangellage, haben zu einem Boom bei den Fördergesuchen für PV-Anlagen geführt, denn in dieser Preiskonstellation ist es auch finanziell lukrativ, eine PV-Anlage zu be-treiben. So ist die Mehrheit der im 2022 eingegangenen 116 Gesuchen denn auch in der zweiten Jahreshälfte – nach Bekanntwerden der Strompreise und der Rücklieferungstarife für 2023 – bei der Gemeindeverwaltung Widnau eingereicht worden.