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Diepoldsau
04.08.2022

Schwarze Schafe auf dem Energie-Markt

Kantonsrätin Carmen Bruss, Diepoldsau
Kantonsrätin Carmen Bruss, Diepoldsau Bild: Ulrike Huber
Bei einem kleinen Teil der Unternehmen, die im Rheintal Photovoltaikanlagen und Solarkollektoren anbieten, haben sich unseriöse Machenschaften eingeschlichen, berichtet Kantonsrätin Carmen Bruss. Und hat deshalb eine einfache Anfrage an die Kantonsregierung gerichtet.

Kantonsrätin Carmen Bruss (SVP) aus Diepoldsau hat beim Kanton eine einfache Anfrage eingebracht, ob die Energieagentur bei der Förderung erneuerbarer Energien wirklich nur mit seriösen Unternehmen die Zusammenarbeit sucht.

Förderung mit Steuergeldern

«Die Energiewende ist in aller Munde und viele Bürger möchten ihr Möglichstes  dazu beitragen», so Carmen Bruss, «Für den Mittelstand heisst dies, zuerst einmal auf eine neue Heizung und/oder Sonnenkollektoren und Photovoltaik zu sparen. Der Staat versucht, dies mit Steuergeldern zu fördern und die Verteilung dieser Gelder erfolgt schlussendlich über unsere Energieagentur.»

Dieser Trend zu erneuerbaren Energien auch für die Haushalte sei durch den Ukraine-Krieg und die umstrittenen Sanktionen sowie die damit verbundene Inflation bei den Energiekosten noch zusätzlich befeuert worden.

Überhitzung des Marktes

«Leider schleichen sich bei einer solchen Überhitzung des Marktes auch unseriöse Machenschaften von Unternehmen ein» analysiert die Kantonsrätin die Situation, «durch unseriöse Firmen werden energetische Bauvorhaben verhindert und verzögert. Und dabei werden auch finanzielle und personelle Ressourcen verbraten, nicht selten auch Steuergelder.»

Denn durch die Machenschaften der unseriösen Anbieter würden die Ämter zusätzlich mit Bürokratie versorgt, da deren «Geschäfte» allzu oft auf Betreibungsämern, Schlichtungstellen und Gerichten landen würden.

Anfragen an die Regierung:

Die Diepoldsauer Kantonsrätin hat daher folgende Anfragen an die Regierung gestellt:

  1. Arbeitet unsere Energieagentur nur mit seriösen Unternehmen zusammen?
  2. Nach welchen Kriterien wird eine Zusammenarbeit geprüft?
  3. Fallen Offerten, Vertragsabwicklungen usw. auch unter die Kontrolle?
  4. Ist ein Ausschluss von Firmen mit auffällig vielen Unregelmässigkeiten vorgesehen?
  5. Besteht auch eine kantonale Plattform, wo Bürger unkompliziert Rückmeldungen abgeben können, so dass  für  „Bauwillige“ einfach zugängliche  Informationen (ähnlich Rezessionen bei Google) zu Verfügung stehen.
  6. Wie gedenkt die Regierung hier Optimierungen vorzunehmen?
rheintal24/gmh/uh