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Fussball Regional
30.09.2021
01.10.2021 14:11 Uhr

Fussball 2. Liga: Verletzungssorgen und andere Probleme

Auch Stürmer Nurkan Ibrahimi fehlt dem FC St.Margrethen beim Heimspiel gegen Herisau
Auch Stürmer Nurkan Ibrahimi fehlt dem FC St.Margrethen beim Heimspiel gegen Herisau Bild: Ulrike Huber
Die Verletzungshexe hat beim FC St.Margrethen brachial zugeschlagen. Insgesamt acht Spieler fehlen Cheftrainer Besart Shoshi beim Heimspiel gegen den FC Herisau. Auch der FC Montlingen hat eine gewichtige Absenz und plagt sich zudem noch mit sportlichen Sorgen herum.

Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den FC Herisau hat die Verletzungshexe beim FC St.Margrethen erneut zugeschlagen. Nebst den Langzeitverletzten Imeri, Gashi, Sarac, Bekiri, Braun und Dastan fehlen Cheftrainer Besart Shoshi gegen die Appenzeller auch Ibrahimi und Axhija. «Ich werde die Ersatzbank wohl mit A-Junioren bestücken müssen. Nach dem Abflug von Hajrullahu kurz vor Transferschluss und dem unerwarteten Rücktritt von Lütolf ist unsere Personaldecke noch dünner geworden," so der Übungsleiter der Heldsberger. 

Kommt Abazi zurück?

Aktuell keine Rolle beim FC St.Margrethen spielt Rijad Abazi. Der Schillerfalter ist an guten Tagen eine Attraktion auf den Rheintaler Fussballplätzen, gilt aber im Umgang als schwierig. Gerade aufgrund der langen Verletztenliste könnte der spielstarke Mittelfeldspieler wieder zum Thema werden, ist man zu meinen versucht. Doch Shoshi wiegelt ab: «Unser Kader steht und wir sind mit 10 Punkten sehr gut in die Saison gestartet. Natürlich fehlt uns aktuell im Kader die entsprechende Breite, nichts desto trotz werden wir mit dem aktuellen Personal die Vorrunde bestreiten und bei Bedarf A-Junioren dazuholen.» Ob hier das letzte Wort schon gesprochen ist?

Rijad Abazi (links) ist aktuell beim Trainer kein Thema Bild: Ulrike Huber

Montlingen im sportlichen Tief

Auch der FC Montlingen hat Verletzungssorgen, allerdings nicht in der Breite wie beim FC St.Margrethen. Offensiv-Rakete Valdet Istrefi fällt wegen einer Knieverletzung mindestens zwei Wochen aus und wird der Regtop-Elf somit auch beim wichtigen Auswärtsspiel am Freitagabend in Ruggell fehlen. Die Kolbensteiner haben aber aktuell auch sportlich Probleme. Die letzten drei Meisterschaftsspiele wurden verloren und man hat dabei insgesamt 15 Tore kassiert. Montlingen-Urgestein Florian Haltiner hat sich während dieser Zeit aus privaten Gründen eine Auszeit ausbedungen, soll aber gemäss Vereinsquellen gegen Ruggell wieder im Kader stehen. 

Rheintal24 hat mit Sportchef Martin «Ox» Baumgartner über die aktuelle Situation in Montlingen gesprochen.

Martin Baumgartner, Montlingen hat die letzten drei Spiele in Serie verloren und dabei 15 Tore erhalten. Was ist grundsätzlich los in Montlingen?

Über eine ganze Saison gesehen haben alle bessere und weniger gute Phasen. Dass die letzten Spiele allerdings nicht nach unserem Gusto gelaufen sind, versteht sich von selbst. Die Mannschaft hat in jedem dieser drei Spiele auch nach Rückständen alles versucht und gefightet. Team und Staff leben und das werte ich als gutes Zeichen für die kommenden Spiele. 

Hat man bei der Kaderzusammenstellung zu wenig auf die Defensive geachtet?

Nein, das kann ich so nicht bestätigen. Man versucht ja bei der Kaderzusammenstellung dort nachzubessern, wo effektiv Bedarf ist. Ich bin weiterhin von unseren Jungs, welche in der Aufstellung einen defensiven Part einnehmen, überzeugt. Wer aber selbst einmal Fussball gespielt hat weiss, dass man zusammen verliert und gewinnt. Die Homogenität zwischen Defensive und Offensive ist entscheidend. 

Martin «Ox» Baumgartner (links) ist überzeugt, dass Montlingen mit Trainer Eric Regtop den sportlichen Turnaround schafft Bild: fcmontlingen.ch

Man hört von schlechter Stimmung innerhalb der Mannschaft. Florian Haltiner, ein Montlinger Urgestein, war in den letzten Spielen nicht mehr im Kader. Was sind die Gründe?

Der Wortlaut «schlechte Stimmung» ist extrem negativ und stimmt so nicht. Klar tanzen die Spieler und das Trainerteam im Moment nicht vor Freude, aber das Team steht weiter zusammen und ist sich der jetzigen Situation bewusst. Dass Spieler hin und wieder mal nicht im Kader sind, ist ja an sich nichts Aussergewöhnliches. Zum Fall von «Flo» kann ich nur sagen, dass er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft ist und aktuell wieder normal am Training teilnimmt. 

Rheintal24 hat Montlingen in der Saisonvorschau stark eingeschätzt. Wo hapert es aus Deiner Sicht und wie wollt Ihr wieder in die Erfolgsspur zurückfinden?

Aus meiner Sicht war und ist eine Beurteilung der Stärkeverhältnisse mit dieser ungewöhnlichen Gruppenzuteilung und der einen oder anderen im Rheintal «unbekannten» Mannschaft sehr schwierig. Klar ist aber, dass wir wieder so schnell wie möglich positive Ergebnisse einfahren wollen. Hierzu hilft uns bestimmt der Zusammenhalt in der Mannschaft, der sich auch im ganzen Verein widerspiegelt. Wenn wir in den nächsten Spielen wieder die «Muntlagar» Tugenden auf den Platz bringen und über den Kampf ins Spiel kommen, werden wir uns auf dem «Kolbastoa» bald wieder freuen können.

Bei Au-Berneck fehlt es noch an Cleverness

Der in dieser Saison sieglose FC Au-Berneck trifft am Samstag im St.Galler Gründenmoos auf den Tabellenzweiten KF Dardania. Ob es für die junge Truppe von Trainer Roman Hafner gerade gegen den starken Aufsteiger zum ersten Saisonsieg reichen wird, wird sich zeigen. Der durchaus talentierten Truppe fehlte es bis anhin an Cleverness, auch mal einen Vorsprung über die Zeit zu retten. Zweimal gab man eine Führung kurz vor Schluss wieder aus der Hand.

Das bestätigt auch Au-Bernecks Torhüter Fabio Staudacher: «Uns fehlt manchmal in den wichtigen Momenten noch der Killerinstinkt. Das betrifft sowohl die Offensive wie auch die Defensive. Wir haben eine junge Mannschaft und müssen uns noch entwickeln. Viel Zeit bleibt allerdings nicht - am Ende des Tages müssen auch Punkte her.»

Staudacher selber ist aufgrund einer Hüftprellung am Samstag fraglich. 

Fabio Staudacher (rechts) fordert von seinen Mitspielern mehr «Grinta» Bild: Ulrike Huber
rheintal24