Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Region
08.07.2021

Konferenz «Gesundheitsversorgung Vorderland» mit Visionen

Nach der Schliessung des Spitals Heiden: Mit welchen Modellen kann die Versorgung im Vorderland sichergestellt werden?
Nach der Schliessung des Spitals Heiden: Mit welchen Modellen kann die Versorgung im Vorderland sichergestellt werden? Bild: SVAR
Die Gesundheitsversorgung in der Region muss weiterhin sichergestellt werden. Anlässlich der zweiten Konferenz zeigen Arbeitsgruppen auf, wie die Gesundheitsversorgung im Vorderland und die Zukunft der Liegenschaft Spital sichergestellt werden sollen.

Nach der Bekanntgabe der baldigen Schliessung des Spitals Heiden hat der Gemeinderat Heiden für den 7. Juli zur 2. Konferenz Zukunft Gesundheitsversorgung Vorderland eingeladen. Verschiedene Arbeitsgruppen arbeiten an Lösungsvorschlägen, wie die Gesundheitsversorgung im Vorderland auch zukünftig sichergestellt werden kann.

In Bezug auf die Notfallorganisation führen die Hausärzte im Vorderland ihren bewährten hausärztlichen Notfalldienst weiter. Die Patienteneinteilung erfolgt über die kantonale Notfallnummer. Zusätzlich prüfen die Hirslanden Kliniken Stephanshorn und Rosenberg Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Notfallversorgung im Vorderland. Damit soll weiterhin schnelle Hilfe im Vorderland geleistet werden können. Da der Leistungsauftrag für den SVAR im Vorderland wegfällt, macht es für eine Mehrheit der Hausärzte keinen Sinn, den Notfalldienst (ANOS) in Herisau zu leisten. Nur bei einem Bereitschaftsdienst im Vorderland ist man bei Bedarf schnell vor Ort, und die Abrechnung erfolgt erst bei Einsatz nach den Tarifen des Tarmed.

Eine Gruppe von Ärzten, bestehend aus Fachspezialisten und Grundversorgern, ist mit externer Begleitung aktiv am Aufbau eines Ärztehauses bzw. Gesundheitszentrums in Heiden. Dafür soll ein Teil des heutigen Spitals als ambulantes, medizinisches Gesundheitszentrum genutzt werden. Das Ziel ist eine wohnortnahe, patientenzentrierte erweiterte Grundversorgung mit einem einfachen Zugangang zu Fachspezialisten. Das bisher vorhandene und hervorragend funktionierende Netzwerk zwischen den Fachspezialisten und Grundversorgern soll möglichst erhalten werden. Das Angebot soll die Patientinnen und Patienten mit medizinischer Versorgung und Therapie in der Erhaltung ihrer Gesundheit, Selbständigkeit und Lebensqualität fördern und unterstützen.

Für die Nutzung der Liegenschaft hat der Regierungsrat an seiner Sitzung vom 6. Juli eine Kommission bestimmt (separate Mitteilung Kanton; siehe Kasten unten) die bis im Herbst Lösungen suchen soll. In dieser Kommission vertreten sind Gemeindepräsident Gallus Pfister, Gemeinderat Jörg Lutz, Ressort Infrastruktur und Gemeinderat Stefan Züst, Ressort Standort und Kultur. Ebenfalls Einsitz nimmt der Verein Appenzellerland über dem Bodensee, vertreten durch Hannes Bruderer, Bezirkshauptmann von Oberegg. Die Gemeinde steht im Kontakt mit Interessenten, die in den Räumlichkeiten des Spitals ergänzend ein Gesundheitsangebot mit Langzeittherapie schaffen wollen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass im engen Austausch mit der Regierung und den weiteren Beteiligten eine für das Vorderland gute Lösung gefunden wird. Er setzt sich ein für ein gutes und breites Gesundheitsangebot. So sollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben, damit das Vorderland auch in Zukunft wirtschaftlich florieren kann.

Regierungsrat setzt Kommission zur Weiterentwicklung der SVAR-Immobilien in Heiden ein

Mit der Schliessung des Standorts Heiden des Spitalverbundes Appenzell Ausserrhoden (SVAR) liegen die Immobilien des Spitals Heiden ab dem 1. Januar 2022 brach. Um die Immobilien weiter zu entwickeln hat der Regierungsrat eine Kommission eingesetzt.

Sie soll Möglichkeiten für eine sinnvolle, nachhaltige und zukunftsorientierte Nutzung der frei werdenden Immobilien (Dunant-Haus, Spitalliegenschaft, Alte Braui) aufzeigen. In der Kommission sind neben dem Regierungsrat und der kantonalen Verwaltung auch der Gemeinderat Heiden sowie der Verein "Appenzellerland über dem Bodensee" vertreten.

Die Kommission nimmt ihre Arbeit noch vor Ende August auf.

pd/vorderland24/rheintal24