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05.12.2020

Österreich macht über Feiertage dicht

Wer nach Österreich einreisen will, muss ab dem 19.12. in zehntägige Quarantäne (Bild: ndr.de)
Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 19. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Was bedeutet das für den «kleinen Grenzverkehr»?

Alle vom 19. Dezember bis zum 10. Jänner nach Österreich Einreisende müssen für zehn Tage in Quarantäne. Ziel dieser Massnahme sei es, den Tourismus weitgehend einzubremsen, teilte die Regierung in Wien am Mittwoch mit. «Österreich setzt auf ein konsequentes Grenzregime, damit das Virus nicht durch Rückkehrer oder Touristen ins Land getragen wird», sagte Kanzler Sebastian Kurz.

Quasi-Einreiseverbot für alle Personen aus Risikogebieten

Dieses Quasi-Einreiseverbot gilt für alle Personen, die aus Risikoländern einreisen wollen. Der Schwellenwert für solche Risikogebiete beträgt eine Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Das gilt derzeit praktisch für alle Nachbarstaaten, also auch für die Schweiz und speziell auch für den Westbalkan. Von der zehntägigen Quarantäne kann man sich nach frühestens fünf Tagen mittels eines PCR-Tests «freitesten».

Ziel dieser Massnahme ist es laut Innenminister Karl Nehammer, einen Re-Import von Coronaviren zu vermeiden und die Österreicher selbst zu veranlassen, nicht über die Feiertage ins Ausland zu gehen und damit die Quarantäne bei der Wiedereinreise zu vermeiden. Damit will die Regierung die Silvesterparty in Prag oder Besuche in den Herkunftsländern von Familien am Balkan mit extrem hohem Ansteckungsniveau verhindern.

Ob die Quarantänepflicht auch für Einkaufstouristen gilt, ist noch unklar (Bild: Archiv Ulrike Huber)

Pendler ausgenommen

Ausnahmen soll es beispielsweise für Geschäftsreisende oder Pendler geben. Auch Lebenspartner und Verwandte ersten Grades (Kinder, Eltern und Großeltern) sollen ohne Quarantänepflicht im Ausland besucht werden dürfen. Genaue Details sind allerdings noch unklar, die Verordnung ist noch nicht veröffentlicht worden.

Die Lifte in den Skigebieten unseres Nachbarlandes dürfen ab dem 24. Dezember öffnen - und können somit im Wesentlichen von Einheimischen genutzt werden.

Ausnahmen für den «kleinen Grenzverkehr»?

Was bedeutet dies alles für die Einwohner des Rhintl? Kann man dennoch nach Österreich einkaufen gehen oder einen Skitag im Montafon oder am Arlberg verbringen? Rheintal24 hat bei der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn nachgefragt. Und folgende Antwort erhalten: «Uns liegen aktuell keine genaueren Informationen zu den geplanten Einreisebestimmungen vor. Wir haben diesbezüglich auch mit dem Land Vorarlberg Rücksprache gehalten. Aktuell ist noch nicht klar, wann bzw. mit welchem Inhalt (und Ausnahmen) Einreiseregeln erlassen werden und welche Auswirkungen diese auf «Einkaufstouristen» haben. Wir erfahren die Bestimmungen regelmäßig auch erst kurz vor Wirksamkeitsbeginn. Die aktuell geltenden Informationen über die Einreise werden jeweils vom Land Vorarlberg unter der Seite www.vorarlberg.at/verkehr dargestellt.

gmh/uh