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Oberriet
27.11.2020

Naturschutzgebiet Hilpert wird aufgewertet

v.l. Simon Zeller (Amt für Natur, Jagd und Fischerei), Roger Dietsche (Wälli AG Ingenieure) und Rolf Huber (Gemeindepräsident Oberriet) bei einer gemeinsamen Begehung vor Ort (Bild: zVg) Bild: zVg
Das Naturschutzgebiet Hilpert in Oberriet umfasst ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und ein Flachmoor von regionaler Bedeutung. Jetzt werden dringende Unterhalts- und Aufwertungsarbeiten in Angriff genommen.

Das Naturschutzgebiet Hilpert umfasst ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und ein Flachmoor von regionaler Bedeutung. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre ist das Gebiet teilweise mit Gehölzen zugewachsen und es hat sich ein kaum zu pflegender Bestand aus Schilf und Neophyten entwickelt. Als Folge davon sind die Amphibienvorkommen zurück gegangen und der Zustand der Riedfläche hat sich verschlechtert. Dank der kantonalen Biodiversitätsstrategie können die dringenden Unterhalts- und Aufwertungsarbeiten in den bedeutenden Schutzgebieten des Kantons jetzt systematisch umgesetzt werden.

Umfassende Sanierung des Schutzgebietes erforderlich

Um die Schutzziele zu erfüllen, ist eine umfassende Sanierung des Schutzgebietes erforderlich. Die Gemeinde Oberriet hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Natur Jagd und Fischerei ein Projekt erarbeitet, welches eine Verbesserung der Bedingungen für Tiere und Pflanzen vorsieht und die Voraussetzungen für eine zielorientierte Pflege schafft.

Als erstes ist ein umfangreicher forstlicher Eingriff vorgesehen, um einen artenreichen Bewuchs am Waldrand zu fördern und den Zugang zu den Feuchtflächen zu verbessern. Ausserdem müssen zugewachsene Riedflächen wieder freigelegt werden. Dazu werden ausgewählte Bäume im ganzen Schutzgebiet entfernt.

Regulierwerk wird erstellt

Anschliessend wird im Hilpertweiher ein Regulierwerk erstellt und der Tüflöchligraben ganz durch das Schutzgebiet geleitet. Auf diese Weise kann auf einer Teilfläche ein wassergesättigter Bruchwald entwickelt werden. Riedflächen werden umgestaltet, damit sie maschinell gepflegt werden können. Um den Zugang zu den Riedflächen für die Pflege im Herbst sicherzustellen, kann der Wasserstand in Zukunft abgesenkt werden. Der bisherige Kanal des Tüflöchligrabens wird teilweise eingedeckt.

Die Rodungs- und Pflanzarbeiten werden vom Allgemeine Hof Oberriet, die Erdarbeiten von der Firma Bruno Mattle AG, Oberriet, die Projekt- und Bauleitung von der Firma Wälli AG Ingenieure, Heerbrugg und die Ökologische Begleitung von der Firma ÖKontzept GmbH, St. Gallen ausgeführt.

Das Vorhaben wird im Auftrag der Gemeinde Oberriet realisiert. Die Kosten werden zu 90% mit Mittel von Bund und Kanton und zu 10% von der Politischen Gemeinde Oberriet getragen.

pd