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Heerbrugg
21.11.2020

Pseudoerfindungen zwischen Acryl

Vreni Nüesch-Tobler und Hannes vo Wald stellen im Stellwerk ihr Kunstwerke aus (Bild: zVg)
Eine Gemeinschaftsausstellung mit Malerei von Vreni Nüesch-Tobler aus Rebstein und Plastiken des Objekt- und Strassenkünstler Hannes vo Wald, ist ab 28. November in der Gallerie Stellwerk Heerbrugg zu bewundern.

Vreni Nüesch-Tobler sucht einen Ausgleich zum Beruf und entdeckt 2012 die Malerei. Im Selbststudium mit viel ausprobieren bringt sie sich die Maltechniken bei. Im Jahr 2016 entscheidet sie sich ihre Malerei der Öffentlichkeit zu zeigen und zu verkaufen. Inzwischen hat sie an verschieden Ausstellungen in der Ostschweiz teilgenommen.

Vrenis Malerei ist abstrakt in Acrylmischtechnik, mit Struktur im Hintergrund und auf Leinwand gestaltet. Zu Beginn ihrer Malerei entstehen Kreise. Diese sind über die ersten Jahre in den Bildwerken von Vreni zu finden, bis sie einen neuen Zugang zur Acrylmalerei findet. Hier wechseln sich Licht und Schatten durch Farbkombinationen, Schriftzüge, Schablonentechnik, Spritztechnik und verschiedene Malmedien. Diesen Herbst ist eine neue Technik, die Wachsmalerei Enkaustik, dazugekommen. Zurzeit entstehen durch das Experimentieren in dieser Technik Geschenkskarten. Vreni möchte aber künftig auch grössere Bilder in Enkaustik anfertigen und diese mit Acrylfarbe mischen. Zu ihrer Malerei meint sie: „Malen gibt mir Kraft und Gelassenheit. Mit meinen Bildern versuche ich Freude und Wohlbefinden zu bereiten.“

Johannes Walter Irniger alias Hannes vo Wald absolviert eine Ausbildung zum Primarlehrer. Einige Jahre arbeitet er mit Begeisterung als Lehrer in Wald, bevor er sich selbständig macht und als Strassenkünstler, Zauberer, Pyrotechniker, Objekt-, Aktionskünstler und Pseudoerfinder tätig wird. Im Stellwerk ist er aber ganz Objektkünstler.

Hannes ist ein Sammler und der Recycling-Gedanke ist ihm ein wichtiges Anliegen. So findet er seine Schätze bei «Bachbotzete», im Brockenhaus oder sie werden ihm, als nicht mehr gebraucht, zugetragen. Er liebt es in seiner Werkstatt seine unzähligen Sachen zu sichten, zu ordnen oder daraus Lichtobjekte und «Pseudoerfindungen», wie Hannes seine Werke nennt, zu kreieren. Diese Kreationen sind sehr vielfältig und äusserst kreativ gestaltet. Freistehende Plastiken wechseln sich ab mit Gartenobjekte, Wandkreationen, Objekten auf Metallfüssen und dies in allen Grössen. Dabei gibt es Plastiken ganz aus Metall gestaltet, viele Holz-Metall Kombination oder kleinere Objekte als Lichtobjekte angefertigt. Und gearbeitet aus ehemaligem Abfall und Schrott, strahlen die entstandenen Gestaltungen Harmonie, Gelassenheit und Perfektion aus.

Hannes ist eine tiefgründige Persönlichkeit, sinnierend und kreativ, genau wie seine Werke. Er meint: «Das Intuitive, das nicht immer exakt Planbare und meine spontane Kreativität mit neuen Einfällen sind eigentlich die Essenz meiner künstlerischen Arbeit.»

 

Die Öffnungszeiten der Ausstellung in der Galerie Stellwerk, Heerbrugg, beim Bahnhof, Aechelistrasse 782:

Samstag, 28. November, ab 18:30 Uhr Vernissage; Sonntag, 29. November, 10-17 Uhr; Montag bis Donnerstag, 30. November bis 3. Dezember, 18-20 Uhr; Freitag, 4. Dezember, 16-21 Uhr und Samstag, 5. Dezember, 14-20 Uhr.

pd