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Diepoldsau
11.01.2026
12.01.2026 11:52 Uhr

Wearlagrübler lassen den Wagen segnen

Bild: Fabian Alexander Meyer
Das Wagafäscht der Wearlagrübler Diepoldsau am 10. Januar war in vielerlei Hinsicht besonders. Das Motto der Fasnächtler führt die Zuschauer in diesem Jahr in den zeitlosen wilden Westen. Schon bald werden die Diepoldsauer im ganzen Rheintal und Vorderland unterwegs sein.

Am 10. Januar luden die Diepoldsauer Fasnächtler «Wearlagrübler» zur traditionellen Mottovorstellung und Wagensegnung. Trotz beissend kaltem Wetter folgten zahlreiche Besucher der Einladung und wohnten dem kleinen, aber feinen Anlass bei.

Einen Gang zurückschalten

Das diesjährige Motto der Wearlagrübler: Wild Wearla West. Wer an den vergangenen Fasnachtsumzügen aufgepassst hat, wird merken, dass sich der Wagen der Diepoldsauer eher wenig verändert hat. Das ist aber gewollt so. Und warum auch ein bewährtes System anpassen?

Lukas Frei, OK-Präsident des Wagafäschts, erklärt: «Wir haben die letzten zwei Jahre sehr viel mit dem Wagen gemacht und wollten in diesem Jahr einen Gang zurückschalten.» Dennoch sind zehn Abende vergangen, an denen die Wearlagrübler gemeinsam am Wagen arbeiteten.

Und wer sich, wie auch der Redaktor dieses Artikels, mit der Frage konfrontiert sieht, was genau eine Wearla eigentlich ist, dem sei das hier erklärt: «Wearla sind sogenannte Maulwurfsgrillen. Früher hat man diese mit Seifenwasser aus der Erde gespült und anschliessend an die Hühner verfüttert, denn eine Wearla macht den ganzen Rasen kaputt.»

  • Wearlagrübler-Präsident Pascal Ritz Bild: Fabian Alexander Meyer
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  • Diakon Bernd Bürgermeister Bild: Fabian Alexander Meyer
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Ein Diakon segnet den Wagen

Im Anschluss an den Start der Festivitäten kam die traditionelle Wagenvorstellung sowie auch die Segnung des Gefährts und der gesamten Truppe zum Zug. Der Präsident, Pascal Ritz, erklärt, dass Gemeinschaft entsteht, wenn Menschen zusammenkommen. Und genau das sei am heutigen Wagafäscht der Fall. «Also geniesst die gemeinsame Zeit und esst und trinkt.»

Für die Wagensegnung wurde Diakon Bernd Bürgermeister engagiert. «Die Fasnacht ist etwas zutiefst Christliches und Katholisches. Es ist die Zeit vor der Fastenzeit und Ausdruck von Freude und Hoffnung. Gott ist es, der Not wendet und uns stärkt.» Auch Crans-Montana kam erneut zur Sprache. Zwar solle nicht nicht gefeiert werden, aber man soll es verantwortungsvoll tun.

Der Diakon schloss mit der Segnung des Präsidenten und der anschliessenden umfassenden Segnung des Wagens. Dass ein Diakon die Segnung eines Wagens macht, ist wohl eher speziell, sorgte aber genau deswegen für einen besonderen Moment, den man wohl nicht mehr so schnell vergessen wird. Damit war auch die Festwirtschaft eröffnet und die Besucher konnten sich aufwärmen. Später am Abend soll noch die Band «Schwarzbrennar» für Stimmung sorgen, ehe auch die Bar aufgeht.

Fabian Alexander Meyer
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