Home Region Rheintal Sport Magazin Schweiz/Ausland Agenda
Region Rheintal
08.01.2026

Gemeinsam erinnern über Grenzen hinweg

1938 marschieren deutsche Truppen in Dornbirn ein
1938 marschieren deutsche Truppen in Dornbirn ein Bild: Stadtarchiv Dornbirn
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs realisieren Museen aus der Schweiz, Liechtenstein und Österreich erstmals ein gemeinsames, grenzüberschreitendes Gedenkprojekt. Drei Ausstellungen und ein gemeinsamer Auftritt rücken Erinnerung, Alltag und Flucht im Rheintal in den Fokus.

Erstmals haben sich Museen aus drei Ländern zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Erinnerungsprojekt zu realisieren.

80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lancieren das Museum Prestegg, das Jüdisches Museum Hohenems und das Liechtensteinisches Landesmuseum ein grenzüberschreitendes Gedenkprojekt mit drei eigenständigen, inhaltlich miteinander verbundenen Ausstellungen.

Die beteiligten Institutionen kuratieren ihre Ausstellungen unabhängig, stehen jedoch thematisch in engem Bezug zueinander und treten mit einem gemeinsamen visuellen Auftritt sowie einer eigenen Website unter dem Titel «Gemeinsam erinnern im Rheintal» an die Öffentlichkeit.

Ziel ist es, sich gegenseitig Sichtbarkeit zu verschaffen und den historischen Dialog über Landesgrenzen hinweg zu stärken.

Das Museum Prestegg in Altstätten organisiert in Zusammenarbeit mit mehreren Rheintaler Ortsmuseen eine Ausstellung zum Thema «Alltag in Kriegszeiten». Ebenfalls im Gebäude der Prestegg wird eine zweite Ausstellung unter dem Titel «Rettende Schweiz? Flucht im Rheintal» gezeigt.

Beide Ausstellungen beleuchten unterschiedliche Perspektiven auf das Leben, Überleben und Erinnern in einer vom Krieg geprägten Zeit.

Das gemeinsame Projekt wird 2026 von einem Rahmenprogramm begleitet.

Am 18. Januar 2026 um 11.00 Uhr sowie am 22. Januar 2026 um 18.00 Uhr finden öffentliche Führungen unter dem Titel «Gemeinsam erinnern im Rheintal» statt. Am 27. Januar 2026 um 19.00 Uhr folgt ebenfalls im Museum Prestegg eine Lesung mit Nadien Olonetzky aus ihrem Werk «Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist».

pd/stz.
Demnächst