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Fussball Regional
19.09.2020
19.09.2020 17:39 Uhr

«Im Cup zählt nur das Weiterkommen – egal wie»

Die St.Margrethner konnten über ein Tor von Liridon Maliqi jubeln, das letztlich das Elfmeterschiessen ermöglichte (Bild: Archiv Ulrike Huber)
Die St.Margrethner konnten über ein Tor von Liridon Maliqi jubeln, das letztlich das Elfmeterschiessen ermöglichte (Bild: Archiv Ulrike Huber) Bild: Ulrike Huber
Der FC St. Margrethen besiegte im 1/16-Final des OFV-Cups den Viertligisten FC Grabs 5:4 erst im Elfmeterschiessen. Die favorisierten St. Margrether taten sich äusserst schwer.

Das Trainergespann Shoshi/Duvnjak gab einigen Ergänzungsspielern die Chance und liess gestandene Akteure wie beispielsweise Burak Eris oder Rijad Abazi auf der Bank. Bereits in der 4. Minute kam St.Margrethen zur ersten Chance. Ein langer Diagonalball von Marc Lütolf übernahm Fabio Künzler in halbrechter Position mit der Brust und donnerte das Leder knapp über die Querlatte. Danach dauerte es bis zur 25. Minute, bis sich die Heldsberger die nächste Chance erspielen konnten. Liridon Maliqi konnte einen langen Pass hinter die Grabser Abwehr übernehmen, zielte dann beim Abschluss etwas zu hoch. Zu diesem Zeitpunkt des Spiels war kaum ein Klassenunterschied zu erkennen. In der 29. Minute brachte die Innenverteidigung des FC St. Margrethen den Ball nicht weg und der Grabser Stürmer Dario Baumgartner zimmerte das Leder volley in die Maschen.

Abschluss war zu harmlos

Die Shoshi-Schützlinge versuchten umgehend zu reagieren und kamen durch Furkan Sarac nach einem schönen Durchspiel mit Liridon Maliqi zu einer Grosschance. Der Abschluss von Sarac war allerdings zu harmlos und der gute Grabser Torwart Gantenbein konnte klären. Fünf Minuten später war es erneut Sarac, der den Grabser Keeper mit einem Freistoss prüfte. Dieser war wieder auf dem Posten. In der 38. Minute gelang dann Liridon Maliqi aus spitzem Winkel der verdiente Ausgleich. Danach ging es in die Pause.

Mit dem Gezeigten nicht zufrieden

Trainer Besart Shoshi schien mit dem Gezeigten nicht zufrieden zu sein und wechselte auf die zweite Halbzeit gleichzeitig fünf Spieler ein. Einwechselrekord im Rheintaler Fussball! Der FCSM versuchte nun, das Tempo höher zu halten und kam zu mehreren Chancen. Ahmed Cetinkaya zirkelte den Ball aus rund 16 Metern an den Pfosten, kurz darauf war Fabio Künzler mit einem Fernschuss von halbrechts gefährlich. Nach gut einer Stunde setzte Nurkan Ibrahimi einen Kopfball an den Pfosten. Grabs hatte in der zweiten Halbzeit nicht mehr viele Offensivaktionen, blieb aber gefährlich. Kurz vor Schluss musste St. Margrethens Keeper Fabio Staudacher eine nonchalante Rückgabe von Forgia in höchster Not ausbügeln. Ein Freistoss von Grabs in der Nachspielzeit ging knapp über das Tor. Da in Coronazeiten keine Verlängerung gespielt wird, ging es direkt zum Elfmeterschiessen. St.Margrethen startete mit Marc Lütolf, der den Ball an den Pfosten setzte. Ein denkbar schlechter Start in die Penalty-Lotterie für St. Margrethen. Schlussendlich rettete Fabio Staudacher seine Kollegen mit einem gehaltenen Penalty. Ein zusätzlicher Fehlschuss von Grabs gab dann Rilind Shala die Möglichkeit, die Entscheidung für seine Mannen herbeizuführen. Er verwandelte den Penalty souverän und brachte seine Mannschaft damit in den 1/8-Final, welcher im Oktober ausgespielt werden wird.

Äusserst bescheidener Auftritt

Auf den äusserst bescheidenen Auftritt seiner Truppe angesprochen, meinte Trainer Besart Shoshi: «Im Cup zählt nur das Weiterkommen – wie ist egal». So kann man es natürlich auch sehen. Kommenden Samstag geht es für den FC St. Margrethen in der Meisterschaft weiter. Gast auf der Rheinau wird der FC Arbon sein.

Matchkurztelegramm 18.02.2020

Cup – Schweizer Cup – Vorrunde – 1/16 Final

FC Grabs - FC St.Margrethen 4:5 n.E. (1:1, 1:1)

Mühlbach, 90 Zuschauer

Tore in regulärer Spielzeit: 30. Gantenbein 1:0, 33. Maliqi 1:1. Maliqi, Eris, Çetinkaya und Shala für den FCSM im Elfmeterschiessen.

 

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