Kaum zu glauben, dass es dasselbe Team in Gelb-Schwarz war, das noch drei Tage zuvor an selber Stelle zuhause auf der GESA in einem desaströsen Match gegen den FC Ruggell verloren hatte. Denn gegen die starke Kickertruppe vom FC Mels zeigte der FC Altstätten von Anfang an Einsatz, Kampfkraft und auch eine verbesserte spielerische Leistung. Die Schützlinge von Trainer Francesco Bologna spielten ebenbürtig mit den Gästen aus dem Sarganserland mit. Und hatten in der ersten Halbzeit auch Göttin Fortuna noch auf ihrer Seite.
Drei Hundertprozentige vergeben
Denn während die Gäste durch ihren Stürmer Pablo Müller gleich drei Hundertprozentige vergaben, nutzten die Gelb-Schwarzen ihre Chancen. So gleich zu Beginn der Partie durch Daniel Lichtenstern, der bei einem Standard von der rechten Seite am rechten Ort war und per Kopf zum 1:0 verwandelte. Oder kurz vor dem Pausenpfiff durch Simon Eugster, der einen halbhohen Pass von FCA-Urgestein Kevin Steiger gerade eben noch mit der Fussspitze erreichte und über die Torlinie stocherte.
Gutes Zweitliganiveau
Leider begann die zweite Spielhälfte mit dem Anschlusstor der Melser Sturmspitze Pablo Müller, der mit einem Abstauber auf 2:1 stellte. Die Zuschauer sahen jetzt einen Match auf gutem Zweitliganiveau. Und nach einer Stunde Spielzeit zeigten die Gäste ihre spielerischen Qualitäten. Der mit einem Pass aus der eigenen Hälfte lancierte Robin Gubser wirbelte mit dem Ball am Fuss durch die Altstätter Reihen und spielte das Leder passgenau zu dem freistehenden Pablo Müller. Ausgleich. Zugleich das Startzeichen für verstärkte Bemühungen der Bologna-Truppe. Mit tollem Erfolg nur drei Minuten später. Ein einem Gewühl vor dem Tor des Melser Trainers und Torhüters Philipp Hammer nahm sich Fisnik Berisha ein Herz und erzielte aus einem gekonnten Drehschuss die 3:2 Führung.
Hammer bewies ein glückliches Händchen
Dann bewies Mels-Coach Hammer ein glückliches Händchen und wechselte sowohl Jindrich Stehlik als auch Daniel Lipovac ein. Denn genau diese Lipovac brachte die Gäste mit 3:3 wieder auf gleich Ergebnishöhe. Und in der Nachspielzeit war es Jindrih Stehlik, der den Städtlikicker den Todesstoss versetzte. Mit einem Traumtor. Ein hoher Pass aus der eigenen Hälfte, der von hinten zum spurtenden Stehlik geflogen kam, nahm dieser aus vollem Lauf zu einem Volleykracher, der FCA-Goalie Andrin Dietsche keine Chance liess. Insgesamt zeigten die GESA-Hausherren aber an diesem Abend trotz der unglücklichen Niederlage, dass sie eigentlich besser sind, als es die Tabelle (Letzter) und der Punktestand (Null) aussagen.