„Alles was wir heute abgemacht hatten, hat nicht funktioniert“, berichtet ein frustriert wirkender Co-Trainer Djordje Duvnjak, „Unser Trainer Besart Shoshi hat Schluein in Mels beobachtet und gab wichtige Informationen, die bei den Spielern wohl nicht angekommen sind.“ Tatsächlich machten die Graubündner von Anfang an Riesendruck. Weniger mit spielerischen Mitteln, als vielmehr mit ihrer an frühere schottische Teams erinnernden Spielweise des Kick´n´rush.
Ball nach vorne und alle hinterher
Jeder Ball wurde einfach steil nach vorne gedroschen und alle stürmten hinterher. So fielen auch die beiden Tore vom Ilanzer Stürmer Zimmermann nach derartigen Aktionen. Was natürlich nur funktionierte, weil die Heldsberger im Stellungsspiel nach Noten patzten. Fünf Minuten vor der Pause dann ein Lichtblick. Der Referee zeigte nach einem klaren Foul an Liridon Maliqi auf den Penaltypunkt. Den Elfmeter verwertete Maliqi selbst zum 1:2 Anschlusstreffer.
Unnötiger Ballverlust im Mittelfeld
Doch anstatt das Spiel mit Ballhalten in den restlichen vier Minuten bis zur Pause mit Ballhalten zu verwalten und sich in der Kabine neu zu sortieren, verlor man das Spielgerät völlig unnötig im Mittelfeld, was zu einem Konterangriff der Survelva-Mannschaft auf der Aussenbahn mit schöner Flanke und noch schönerem Kopfball von Gian Sgier führte. Nur zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Schluein damit auf 3:1 erhöht. Ein verständlicher Dämpfer für die geschundene Seele des FCSM.
Das Leder am eigenen Strafraum verdribbelt
Nach Wiederbeginn spielten beide Teams auf gleichem Niveau, das Spiel wogte hin und her. Ausgerechnet in einer Phase, in der das Shoshi-Team langsam anfing, zu dominieren, verdribbelte Marco Zdravkovic das Leder am eigenen Strafraum. Die Bündner nutzten die unvermutete Gelegenheit zum Schlussstand von 4:1. Wobei Tormann Fabio Staudacher sogar noch in der 89. Minute einen Penalty hielt.