Der FC St.Margrethen ist mit einem Punkt aus den ersten beiden Saisonspielen gestartet. Du warst als Spieler sehr ehrgeizig und bist es auch als Trainer. Wie gross ist Deine Unzufriedenheit?
Ganz ehrlich: Ich habe mit sechs Punkten kalkuliert. Nun haben wir einen Punkt. Das ist die Realität. Natürlich stelle ich eine gewisse Enttäuschung fest, aber wir wissen um die Schnelllebigkeit im Business. Schon nächsten Samstag können wir einiges korrigieren. Eines aber ist klar: Wir müssen uns steigern.
Die Fussballexperten im Rheintal stufen den FC St.Margrethen hoch ein. Gegen den FC Ruggell spielte man eine gute erste Halbzeit. Danach brach das Team ein. Der Auftritt gegen ein angeschlagenes Au-Berneck war äusserst bescheiden. Woran liegts?
Die Qualität im Kader ist vorhanden, noch fehlt die Homogenität. Gegen Ruggell müssen wir uns besser belohnen und zur Halbzeit mit mindestens mit zwei Toren in Führung liegen. Auch gegen Au-Berneck sollten wir eigentlich zur Pause vorne sein, obwohl unser Spiel insgesamt nicht überzeugend war. Wenn ich mir dann aber den Verlauf der zweiten Halbzeit anschaue, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Solche Spiele haben wir in der Vergangenheit auch schon verloren.
Während die Defensive einigermassen stabil steht, wirkt die Offensive ziemlich konzeptlos. Die Automatismen stimmen (noch) überhaupt nicht, die Spieler wirken teilweise wie individuelle Zirkus-Artisten ohne Bindung zum Nebenmann. Jetzt ist natürlich auch der Trainer gefragt. Braucht es einfach noch etwas Zeit, die man im Fussball bekanntlich nicht hat?
Nach den Vorbereitungsspielen dachte ich, dass sich bereits eine gewisse Basisstruktur etabliert hätte. Nach den ersten beiden Ernstkämpfen stelle ich aber fest, dass wir noch schleifen, feilen und verbinden müssen. Wie bei einem Puzzle müssen wir die zweifelsohne erfolgsversprechenden Einzelteile zusammen führen. Qualität ist vorhanden, aber nur eine gewisse Homogenität wird Erfolg bringen.