Das jährliche Feldschiessen, an dem in normalen Zeiten schweizweit etwa 135000 Schützen teilnehmen, ist immer etwas Besonderes. Geschossen wird nur mit Ordonnanzmunition, die von der Eidgenossenschaft zur Verfügung gestellt wird. Es sind keine Probeschüsse auf die Scheiben erlaubt, die nicht rund sind, sondern eine Torsoform darstellten. Und jeder Schütze mit der Langwaffe hat nur 18 Schüsse abzugeben.
„Dazu ist das Feldschiessen, wie auch das obligatorische Schiessen, immer auch ein geselliger Anlass, anders als beim Sportschiessen, wo die Schützen meist gleich wieder gehen“, so Albert Hasler, Präsident des Schützenvereins Rüthi, beim Feldschiessen vor drei Jahren. Er wusste auch, woher die Bezeichnung „Feldschiessen“ eigentlich kommt, „Früher hatte man keine festen Schiessstände, sondern hat wirklich aus einem Strohlager heraus geschossen.“