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Fussball Regional
23.08.2020
23.08.2020 23:54 Uhr

Sechzig Minuten waren zuwenig

In Hälfte eins spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab (Bilder: Ulrike Huber)
In Hälfte eins spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab (Bilder: Ulrike Huber) Bild: Ulrike Huber
Nach gutem und grossteils überlegenem Spiel in der ersten Spielstunde verlor der FC St.Margrethen noch mit 1:2 gegen den FC Ruggell.

Souveränität war das wichtigste Merkmal der Fussballpartie zwischen dem FC St. Margrethen und den Liechtensteinern vom FC Ruggell. Souverän hielten die Heldsberger lange Zeit die 1:0 Führung. Souverän war das Stellungspiel der Margrether Routiniers, insbesondere von Spielertrainer Besart Shoshi, der wie ein Magnet alle Bälle, die in seinen Strafraum kamen, anzog und entschärfte. Shoshi bewegte sich wenig und nicht wirklich schnell, aber sein routiniertes Stellungsspiel macht ihm so schnell keiner nach. Souverän auch die Leistung von Goalie Fabio Staudacher, der sich mehrfach auszeichnete. Und souverän die Regelauslegung von Referee Lukas Schüepp.

Vorbei mit der Souveränität

Aber dann, mit dem Austausch des verletzten Besart Shoshi nach einer Stunde Spielzeit, war es vorbei mit der Souveränität im Spiel der Gastgeber und ein befreit aufspielendes Ruggell konnte noch zwei Tore erzielten. Aber der Reihe nach. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Die Kontrahenten lieferten eine animierte und abwechslungsreiche Partie, wenn auch Strafraumszenen noch Mangelware waren. Das besser Ende dieses Spielabschnittes hatten die Heldsberger für sich, die durch Rilind Shala, der einen Flachpass von rechts von Furkan Sarac problemlos verwertete, fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff in Führung gingen.

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Dauerdruck auf Gästetor

Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit gehörte ganz klar Abazi und Co., die Dauerdruck auf das Tor der Liechtensteiner erzeugten. Aber dann kam der bereits beschriebene verletzungsbedingte Austausch von Innenverteidiger Besart Shoshi. Und sofort war es vorbei mit der Herrlichkeit. Der FCSM zerfiel in seine Bestandteile. In der 70. Minute wechselten die Ruggeller einen weiteren Marxer-Bruder, nämlich Constantin Marxer ein. Um den sich niemand kümmerte. Mit seiner ersten Aktion vernaschte er mit einem Bueblitrick mitten im Einheimischen-Strafraum zwei Verteidiger und liess Goalie Staudacher keine Chance. Und nur zehn Minuten später gingen die Liechtensteiner dann sogar mit dem Endergebnis von 1:2 in Führung. Der Ghanaer Helmar Andrade passte gut getimt von der linken Seite und der heranrauschende Nicola Kollmann spitzelte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

Schade für die Heldsberger um diesen verpatzten Saisonauftakt. Allerdings musste man auf der Rheinau aufgrund von Sperren, Ortsabwesenheiten und Verletzungen auf einige der stärksten Spieler wie Marco Zdravkovic, Tamer Özcan, Valdon Axhija und Liridon Maliqi verzichten.

 

Matchtelegramm

FC St.Margrethen – FC Ruggell 1:2 (1:0)

Rheinau – 210 Zuschauer, SR Lukas Schüepp (gut)

Tore: 40. Shala 1:0, 71. Constantin Marxer 1:1, 81. Kollmann (1:2).

FC St.Margrethen: Staudacher; Künzler, Shoshi (65. Hajrullahu), Forgia, Sinani (85. Ibrahimi); Sarac, Cetinkaya, Lütolf, Shala (60. Rushiti); Eris, Abazi.

FC Ruggell: Haselwanter; Seemann, Kollmann, Alexander Marxer, Maag; Andrade (88. Eidenbenz), Hirschbühl, Ritter, Meier (70. Constantin Marxer); Pavicic, Haas.

Gelbe Karten: 10. Ritter, 35. Lütolf, 55. Andrade, 59. Pavicic (alle Foul).

 

gmh/uh
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