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Region Rheintal
04.09.2023

Wallner drängt weiter auf Hochwasserschutzprojekt Rhesi

Durch das Projekt Rhesi soll das Rheintal vor einem 300-jährlichen Hochwasserereignis sicher sein
Durch das Projekt Rhesi soll das Rheintal vor einem 300-jährlichen Hochwasserereignis sicher sein Bild: m-g.at
Die starken Regenfälle und die Überflutung der Rheinvorlande haben am vorvergangenen Wochenende einmal mehr gezeigt, welche vitale Bedeutung das Hochwasserschutzprojekt Rhesi für das ganze Rheintal hat.

«Die starken Regenfälle zeigen einmal mehr, welche Kräfte das Wasser entfesseln kann», sind sich Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Christian Gantner einig. Beide informierten sich heute Mittag (28. August) gemeinsam mit dem für Hochwasserschutz zuständigen Bundesminister Norbert Totschnig vor Ort bei der Rheinbauleitung in Lustenau über die Hochwassersituation und die aktuelle Entwicklung.

Zahlreiche Überschwemmungen

Der Zeitpunkt hätte nicht besser, nicht anschaulicher sein können. Denn der Rhein führte Hochwasser, im Rheinvorland kam es zu zahlreichen Überschwemmungen. Wallner und Gantner betonten gegenüber Totschnig einmal mehr die vitale Bedeutung des Hochwasserschutzprojektes RHESI für die gesamte Region.

LH Wallner informierte sich bei einem Lokalaugenschein bei der Rheinbauleitung Bild: Landespressestelle Vorarlberg

Beim Lokalaugenschein bei der Rheinbauleitung in Lustenau wurden die drei Regierungsmitglieder umfassend informiert: Die Lage sei weiterhin stabil, die Wettersituation entspanne sich langsam. Wallner betonte: «Mit dem direkten Blick auf den Rhein bekommt man einen guten Eindruck davon, welche Gewalt der Rhein in kurzer Zeit entwickeln kann und wie wichtig der Hochwasserschutz ist.»

Auf 100-jährliches Ereignis ausgelegt

Als Höchststand der Abflussmenge beim Rhein wurden bis zu 2.500 Kubikmeter pro Sekunde erwartet. Dazu Landesrat Gantner: «Der Hochwasserschutz am Alpenrhein ist auf 3.100 Kubikmeter pro Sekunde ausgelegt. Das entspricht einem 100-jährlichen Hochwasserereignis. Mit RHESI soll die Abflusskapazität auf der gesamten internationalen Strecke, also von der Illmündung bei Feldkirch bis Rüthi, auf 4.300 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden.»

Das letztwöchige Hochwasser führte wieder einmal die Notwendigkeit von Rhesi vor Augen Bild: Ulrike Huber

Minister Totschnig war zuletzt im Juli in Lustenau, als mit der Einigung über die Kostenteilung für die Umsetzung von RHESI ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht werden konnte. «75 Prozent der Errichtungskosten trägt der Bund, 25 Prozent das Land Vorarlberg», erinnerte Wallner. Damit RHESI realisiert werden kann, müssen die Schweiz und Österreich einen gemeinsamen Staatsvertrag ausverhandeln. Der Landeshauptmann hielt fest: «Jetzt geht es darum, rasch in die Umsetzungsphase zu kommen. Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität.»

rheintal24/gmh/uh/vlk
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