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Region Rheintal
25.08.2023

Mehr Strom dank gutem Wetter

Auf diesem Industriedach produziert die Solargenossenschaft Rheintal Strom für knapp 50 Haushaltungen.
Auf diesem Industriedach produziert die Solargenossenschaft Rheintal Strom für knapp 50 Haushaltungen. Bild: zVg
An der Versammlung der Solargenossenschaft Rheintal wurde Rückschau gehalten auf ein erfolgreiches Jahr. Die Stromproduktion konnte gesteigert werden. Nach wie vor ist die Genossenschaft auf der Suche nach weiteren Dächern, auf denen grosse Photovoltaik-Anlagen montiert werden können

Die Solargenossenschaft Rheintal produzierte im letzten Jahr 212'000 kWh Strom. Das entspricht dem Bedarf von knapp 50 Vierpersonen-Haushalten. Damit lag die Produktion 2022 rund sechs Prozent über jener des Vorjahres. Der gute Sommer 2022 hat sich damit deutlich auf die Menge an gewonnener Energie niedergeschlagen. Auch für das laufende Jahr ist man optimistisch. «Das Jahr ist wettermässig gut gestartet . Nur im Juli mussten wir einen kleinen Dämpfer hinnehmen», führte Präsident Tobias Schmid anlässlich der Genossenschaftsversammlung aus.

Die Solargenossenschaft Rheintal zählt 43 Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Seit 2013 betreibt die Genossenschaft eine PV-Anlage auf dem Dach der Firma Köppel AG in Berneck. Diese Anlage funktioniert reibungslos. Mit verschiedenen Liegenschaftseigentümer sei man im Gespräch, um weitere Anlagen zu realisieren. Ziel der Genossenschaft ist es, möglichst grosse Anlagen zu erstellen um so einen Beitrag zu einer sicheren und sauberen Stromversorgung zu leisten. Gesucht werden vor allem grosse Dächer - sei es von Industriebauten oder von Gebäuden der öffentlichen Hand.

Die Entschädigungen für den Solarstrom sind im Rheintal im Vergleich zu anderen Regionen tief. Trotzdem ist der Rechnungsabschluss positiv und das Genossenschafts-Kapital kann mit 1.5 Prozent verzinst werden. Somit erweisen sich die Genossenschaftsanteile als gute Kapitalanlage. «Die aktuellen Entwicklungen auf dem Strommarkt kommen uns entgegen und wir blicken mit grossem Optimismus in die Zukunft.» Rechnung, Budget und Jahresbericht war rasch erledigt.

Dieses Jahr gab es zwei Rücktritte. Meinrad Gschwend (Altstätten) und Stefan Hasler (Altstätten - beide seit der Gründung im Vorstand aktiv - hatten ihren Rücktritt erklärt. Ihr Engagemeng wurde herzlich verdankt. Neu wurde Joel Brunner in den Vorstand gewählt. Mit Applaus wurden die weiteren Vorstandsmitglieder - Otto Mattle (Rebstein), Tobias Schmid (Oberriet) und Urs Sutter (Marbach) - bestätigt. Im 2. Teil der Versammlung referierte Patrik Betschart von der Firma Lentec zum Thema «Wie kommt der Strom ins Auto». Aufgezeigt wurde die grosse Bedeutung des Solarstromes für die zukünftige Mobilität.

pd/rheintal24.ch
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