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Jetzt geht’s wieder los – Widnau startet in Saison

Das Team des FC Widnau für die Saison 20/21 in der 2. Liga Interregional ist komplett (Bild: Ulrike Huber)
Das Team des FC Widnau für die Saison 20/21 in der 2. Liga Interregional ist komplett (Bild: Ulrike Huber) Bild: Ulrike Huber
Mit dem siebten Rang hat der FC Widnau in der vergangenen Rumpfsaison die eigenen Erwartungen übertroffen. Und es soll noch besser werden.

Mit Zuversicht und grossen Hoffnungen, aber auch mit der notwendigen Vorsicht und Zurückhaltung starten die Blau-Weissen von der Aegeten in die neue Fussballsaison der 2. Liga Interregional. Eine Fussballsaison, die noch unter einem ungewissen Stern steht. Denn bereits jetzt kämpfen mehrere Teams aus dem Kanton mit Coronaansteckungen. Darunter auch die Rheintaler Zweitligamannschaften vom FC Altstätten und vom FC Montlingen. Aufgrund von Erkrankungen in den Reserveteams wurden vorsichtshalber bereits die Erstrundenpartien dieser Equipen verschoben.

Noch ist der FC Widnau vom Coronafluch verschont geblieben. Und startet am Samstag auswärts gegen den Ligafavoriten Chur 97. Die blau-weisse Mischung aus jungen Wilden mit grossem Talent und einigen erfahrenen, in vielen Fussballschlachten gereiften Recken, will dieses Jahr die Leistung aus vergangenem Herbst wiederholen oder verbessern und strebt mindestens den siebten Rang an.

Offensives und attraktives Spiel

Um neue Anreize zu setzen und einen weiteren Schritt in Richtung attraktives Spiel zu machen, hat die sportliche Leitung im Frühjahr entschieden, sich trotz seiner erfolgreichen und qualitätsvollen Arbeit von Trainer Roman Hafner zu trennen. Mit Andreas „Celli“ Lüchinger, dem Bruder von FCW-Leithammel und Co-Trainer Daniel Lüchinger war auch schnell ein passender und von allen Spielern akzeptierter Nachfolger gefunden worden. Die Vorbereitungsspiele haben gezeigt, dass der Neo-Coach offensiver und attraktiver spielen lässt als sein Vorgänger. Was freilich auch eine erhöhte Gefahr für Gegentore mit sich bringt. Andreas Lüchinger: „wir werden versuchen, unsere Spiele selbst zu gestalten, nicht nur abzuwarten und zu reagieren. Daheim müssen wir sowieso das Spiel diktieren.“

FCW-Legende Daniel Lüchinger wird nicht mehr als Spieler auf dem Feld zu sehen sein (Bild: Ulrike Huber) Bild: Ulrike Huber

Kein geeigneter Mann auf dem Markt verfügbar

Leicht wird es nicht, was man auf der Aegeten auch weiss. Denn mit Andrea Lo Re und Stefan Lukic sowie Michael Alder haben zwei wichtige Stammspieler und ein wertvolles Talent den Widnauer Rasen verlassen. Ohne dass man für den Mittelstürmer und Dauertorschützen Lo Re Ersatz gefunden hätte. „Wir sind fleissig am Ausprobieren, welcher unserer Offensivkräfte sich am Besten im zentralen Torraum macht. Denn alle unsere Akteure spielen sehr variabel und können ihre Positionen laufend wechseln. Mit einem echten Mittelstürmer ist man für den Gegner viel leichter auszurechnen. Und wir wollen unberechenbar sein. Nicht von einem einzigen Spieler abhängig, der alle Tore schiesst. So ist die Last des Toreschiessens auf möglichst viele Schultern verteilt.“

Abgänge, die wehtun

Schade, dass mit Noah Thönig eine scharfe Waffe im Sturm noch wenige Wochen aufgrund seiner beim Motorradfahrschulkurs erlittenen Verletzung fehlen wird. Und schade, dass sich im Training auch noch die in den Vorbereitungsspielen glänzende Neuerwerbung Stefano D´Amico mit einem Seitenbandabriss am Knöchel verletzt hat. Den Abgang von Stefan Lukic hat man mit dem 29-jährigen Fussballer aus Leidenschaft Iljia Ivic kompensiert. Ein echtes Widnauer Eigengewächs, das vom legendären Marco Zillig bereits mit sechzehn Jahren in die erste Mannschaft berufen wurde. Unter Trainer Jeff Geiger spielte Ivic letztmals 2008 im immer noch zarten Fussballeralter von siebzehn Jahren für seinen Heimatverein, ehe zum FK Zagreb in Kroatien wechselte. Über den FC St. Gallen, wo er Spiele in der Super-League bestritt, den FC Schaffhausen, FC Chiasso und den SC Brühl St. Gallen kam Ivic, der laut der Internetplattform transfermarkt.ch immer noch einen Marktwert von 150´000 Franken besitzt, ablösefrei auf die Aegeten.

Stabiles und erfahrendes Innenverteidigerduo

Wo er mit dem nach seiner langwierigen Verletzung wiedergenesenen Valentin Aggeler ein stabiles und erfahrenes Innenverteidigerduo bilden wird. Auch dieses Jahr werden die Lüchinger-Jungs wieder mit druckvollem Pressing, überfallsartigem Umschaltspiel und ihren schnellen Aussenbahnspielern versuchen, ihre Gegner zu überspielen. „Unser grosses Plus wird in dieser Saison mit Sicherheit das aufeinander seit Jahren eingespielte Kader sein. Wie auch die Tatsache, dass wir für alle Positionen zumindest eine Alternative, die die notwendige Qualität aufweist, haben“, ergänzen Markus Hutter, Andreas Lüchinger und Daniel Lüchinger unisono. Insgesamt wird von den Vereinsverantwortlichen auf der Aegeten die seit nunmehr schon vier Jahren verfolgte Philosophie, junge Spieler um die wenigen älteren und erfahrenen Spieler zu scharen und dauerhaft zu integrieren, beibehalten.

Liga wird wieder ausgeglichen sein

Die 2. Liga Interregional Gruppe 6 war in der vergangenen Rumpfsaison von auffallender Ausgeglichenheit der Teams geprägt. Zwischen Platz sechs und dem Abstiegsplatz auf dem zwölften Rang lagen gerade einmal vier Punkte Unterschied. Auch dieses Jahr wird jeder jeden schlagen können. Mit Daniel Lüchinger hat der Leitbulle des jungen Teams überraschend seine Fussballschlapfen an den berühmten Nagel gehängt. Er wird allerdings als Co-Trainer seines Bruders Andreas Lüchinger und Kenner der Ligakonkurrenten weiterhin als wertvoller Baustein im Widnauer Gefüge tätig sein. „Dani“ spielte seit 17 Jahren im blau-weissen Fanionteam und kam dabei über 500 Mal zum Einsatz, wobei ihm knapp über 100 Tore gelangen.

 

Ziel der Mannschaft:

7. Platz: Man will sich von Match zu Match hanteln und mit attraktiver und offensiver Spielweise so viele Punkte sammeln wie möglich.

Zuzüge: Ilija Ivic (Brühl St. Gallen), Stefano D`Amico (St. Margrethen)

Abgänge: Michael Alder (Eschen-Mauren), Stefan Lukic (Balzers), Florin Wetter (Karrierepause), Andrea Lo Re (Chur 97)

 

gmh/uh
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