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Sport Regional
17.08.2020

Endlich donnern die Motoren

Dominic Schmitter und seine Yamaha YZF-R1 in Assen/NL (Bild: zVg) Bild: zVg
Dominic Schmitter bestritt am Wochenende in Assen/NL die ersten beiden Läufer zur Internationalen Deutschen Meisterschaft der Superbikes.

So spät ist Motorradcrack Dominic Schmitter noch nie in eine Saison gestartet. Eigentlich wollte er mit seiner Yamaha YZF-R1 vom Team Hess Racing sowohl an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen, als auch einige ausgewählte Läufe bei der sportlich höherwertigen IDM, der Internationalen Deutschen Meisterschaft bestreiten. Doch ein kleiner Virus namens Covid19 hat auch die mutigen Superbikeracer in die Knie gezwungen. Alle Läufe der Schweizer Meisterschaft wurden abgesagt. Und in der IDM gibt es ein Rumpfprogramm mit acht Rennen an vier Wochenenden.

Erste Station in Assen

Die erste Station war die niederländische Traditionsrennstrecke in Assen. Schmitter war mit seinem Team nach mehreren Testtagen gut vorbereitet angereist. Und setzte im freien Training am Samstag eine Duftmarke: 3. Platz. Was er im samstäglichen ersten Qualifying bestätigen konnte. Relativ spät ging er auf die Piste und fuhr eine sichere, erste schnelle Runde. Prompt fing es an zu regnen, sodass er mit dieser Zeit auf dem fünften Startplatz sitzen blieb. Kein Wunder, dass der Altstätter in Q2 mehr wollte. Doch die Technik machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Auf seiner schnellen Runde stellte einfach der Motor seines Töffs ab. Nein, ihm war nicht das Benzin ausgegangen. Vielmehr konnte in den Boxen festgestellt werden, dass der Drosselklappensensor einen Tick hatte und unsauber arbeitete. Was aber während des Wochenendes nicht zu beheben war.

Domi #9 kann endlich wieder rennmässig Gas geben. Bild: zVg

Wer sein Bike liebt, der schiebt

Schmitter rannte sein Motorrad schiebend etwa 600 m an die Box zurück. Die Fehlermeldung konnte in der Elektronik gelöscht werden und der Rheintaler Racer ging wieder auf die Strecke. Jetzt war es aber der Fahrer, der von der Schiebeaktion vollkommen kaputt war. „Da hat halt nur mehr der zehnte Platz rausgeschaut. Doch ich war sehr optimistisch für den Renntag, ich weiss, was ich zur Zeit draufhabe.“  Zehnter Startplatz. Nicht gerade berauschend. Und dann rutschte noch die Kupplung ein wenig, als die Meute auf die Jagd ging. „Ich bin dann aber schnell durch das Feld nach vorne gefahren, doch bei einem Überholmanöver störte der Drosselklappensensor wieder die Kraftübertragung und mein Töff ist quergegangen. Dennoch konnte ich den prächtigen vierten Platz herausfahren.“

Immer als Drittschnellster unterwegs

Im zweiten Heat ging es leider nicht so gut. Denn diesmal schaltete der defekte Sensor wieder den Motor ab. Schmitter konnte zwar während des Fahrens einen Reset durchführen, hatte danach allerdings keine Elektronik mehr zur Verfügung, sodass sich mit stumpfer Waffe nur mehr der neunte Platz ausging. Trotz all der Widrigkeiten fällt das Resümee über dieses erste Racing Weekend des Jahres positiv aus: „Mit neuen Reifen und ohne Sensorprobleme war ich immer als Drittschnellster hinter dem früheren Moto2 und MotoGP Piloten Jonas Folger und dem mehrfachen IDM-Meister Ilhya Michalcik unterwegs. Wenn wir das Problem mit dem Drosselklappensensor aussortieren können, wird es Anfang September ein gutes Wochenende am Sachsenring.“

gmh/uh