«Der feine, sensible Duft der Rebblüten ist den Leuten gar nicht bekannt», beantwortet Elisabeth Federer seitens des Trägervereins Culinarium mit der Geschäftsleitung im Haus des Weines betraut ist, die Frage, wie man denn auf die Idee gekommen sei, ein «Rebblütenfest» zu feiern. «Wie auch viele Leute nicht wissen, dass die Rebstöcke sich selbst befruchtende Pflanzen sind. Da brauchts keine Bienchen und Blümchen.»
Der feine Duft der Rebblüten
Wunderbarer St.Galler Wein
Diesem Wissensdefizit wollte man mit dem Rebblütenfest Abhilfe schaffen. Denn auch diesem Fest wird nicht nur der von den Gastgeberinnen Marlen Oggier, Pia Ulmann und Sara Dörig kredenzte wunderbare St.Galler Wein getrunken und von der feinen Brettljause gegessen. Nein, es ist auch viel Wissenswertes zu erfahren.
Der erfahrene Weinbauer Noldi Schmidheiny veranstaltete eine Rebbergführung, um zu zeigen, was im Laufe eines Jahres alles gemacht werden muss, um im Herbst die Trauben pressen zu können. Vom Rebschnitt im Frühjahr über das Aufbinden der Trauben und das Entnehmen von zu vielen Früchten, bis zu dem laufenden Schützen der Pflanzen vor Schädlingen.
Rosé-Degustation im Weinkeller
Das Rebblütenfest bot auch den beiden Lehrlingen Roger Breu und Daria Mazenauer im Rahmen einer Rosé-Degustation im Keller des Hauses des Weins hzu zeigen, was sie bereits können. Interessant, dass es bei beiden bereits die zweite Berufsausbildung ist. Er war in der IT-Branchen, sie kommt aus der Gastronomie. Für beide gilt daher: von den Chips zu den Trauben.
Am frühen Nachmittag harzte es noch etwas mit dem Besuch. Grund waren wohl die Strassensperrungen rund um die Durchfahrt der Tour de Suisse. Doch als die hurtigen Radfahrer entschwunden waren, kamen die Gäste in Scharen und bevölkerten den gemütlichen Vorgarten beim Haus des Weins.