Das Jahr 2026 startete turbulent. Trump nahm Maduro gefangen, spielt offen mit Machtfantasien gegenüber Grönland und macht immer wieder durch Säbelrasseln und mehr oder weniger offene Drohungen auf sich aufmerksam.
Mittendrin statt nur dabei: Das Rheintal, die Schweiz und Europa. Wie geht man mit einer solch globalen Unsicherheit um? Was hält die Zukunft bereit und wie verliert man trotzdem nicht den Optimismus? Diese und weitere Fragen wurden am Rheintal Dialog Politik und Wirtschaft am 13. Januar im Forum Widnau geklärt.
Zukunft beginnt im Kopf
Der Star des Abends war Florence Gaub, Zukunftsforscherin und Forschungsdirektorin des NATO-Verteidigungskollegs in Rom. «Ein Zitat besagt: Future is not what’s ahead. It’s in your head.» Momentan wird es schwer, die Gedanken um die eigene Zukunft aus dem Kopf zu bringen, «denn wir sind US-Präsident Donald Trump ausgeliefert. Wir sind vielen Mächten ausgeliefert.»
Besonders deutlich sei die Aggressivität von Trump und die Tatsache, dass er aufrüste. «Für Trump kommt das Feindbild allerdings nicht von Russland, sondern von China. Russland ist aus Sicht von Trump eine Regionalmacht.»
Davon abgesehen, dass die Bezeichnung «Regionalmacht» dem Kreml-Chef sicher nicht geschmeckt hat, wird laut der Expertin klar: Russland rüstet in der Arktis auf. Und auch China wirft einen Blick auf die Polarregion, «denn durch das Schmelzen der Polarkappen wird eine neue Route freigelegt, welche den Handel mit dem Westen erleichtert.» Und jetzt spielt Trump offen mit der Vorstellung, Grönland einzunehmen. Die drei Weltmächte, Tür an Tür in der Arktis.