Gemäss dem Buch «Oberegger Geschichte» von Historiker David Aragai wurde der «Grüne Baum» 1875 eröffnet. 1903 verkaufte Wirt und Naturarzt Eugster die Liegenschaft an das Ehepaar Jakob und Marie Breu-Sonderegger, wobei das Sprechzimmer des «Gütterlitokters» neu als zusätzliche Gaststube eingerichtet wurde.
1932 folgte mit Werner und Marie Breu-Häseli die zweite Generation. 1967 trat Tochter Brigitte mit ihrem Gatten Vinzenz Federer-Breu in die Fussstapfen ihrer Vorfahren.
Zahlreiche Neuerungen realisiert
Als versierter Zimmermann erneuerte Vinzenz das Gebäude sowohl aussen als auch innen, und parallel dazu wurde auch das Angebot aus Küche und Keller erweitert. Nach dem viel zu frühen Tod der Eheleute in den Jahren 2007 und 2011 entschieden sich die vier Nachkommen für den Erhalt der Wirtschaft, wobei mit Reto der jüngste Sohn die Federführung übernahm.
«Mir und meinen Geschwistern ist es ein grosses Anliegen, dass das von unseren Vorfahren mit Herzblut geführte Wirtshaus erhalten bleibt. Viele Restaurants sind in den letzten Jahren zum Leidwesen von Einheimischen, Wanderern und Ausflüglern verschwunden. Vor diesem Schicksal möchten wir den ‘Grünen Baum’ nach Möglichkeit bewahren.»
Gästefreundliche Öffnungszeiten
Nach verschiedenen Verpachtungen konnte Reto Federer als neue Wirtin Ulrike Stubben gewinnen. «Ich bin im Februar gut gestartet, und Gäste aus nah und fern sind froh, dass hier eingekehrt werden kann. Als Attraktion erweist sich der grosse Garten, wo seit dem Einzug des Vorsommers gerne verweilt wird», freut sich die engagierte Gastgeberin.
Die überschaubare Speisekarte ist der Devise «beliebt und preiswert» verpflichtet, und auch das breite Getränkeangebot lässt keine Wünsche offen. Von Dienstag bis Samstag ist der «Grüne Baum» ab 12 Uhr und am Sonntag bereits ab 10 Uhr durchgehend geöffnet.