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Rheinecker Schlussoffensive kommt zu spät

Flamur Maliqi (in dunkelblauem Tenue) spielte eine solide Partie (Bilder: Ulrike Huber)
Flamur Maliqi (in dunkelblauem Tenue) spielte eine solide Partie (Bilder: Ulrike Huber) Bild: Ulrike Huber
Mit 1:2 Toren ist der FC Rheineck gegen Ligakonkurrenten FC Mels bereits in der ersten Vorrunde des Schweizer Cups ausgeschieden. Bei rechtzeitigem Erwachen wäre mehr drin gewesen.

Es war der erste Ernstfall, das erste Pflichtspiel für die Rheinecker, die aufgrund des coronabedingten Saisonabbruchs trotz eines letzten Platzes in der Herbstrunde in der 2. Liga regional verblieben sind. In der ersten Vorrunde des Schweizer Cups war der direkte Ligakonkurrent vom FC Mels zu Gast auf der Stapfenwis. Also eine erste Standortbestimmung für die Elf von Trainer Andi Giger, die sich inzwischen mit namhaften Spielern wie Lendim Ibrahimi und Dalibor Vasic verstärkt hat.

Oldboy Blerim Ibrahimi zog wie gewohnt im Mittelfeld die Fäden Bild: Ulrike Huber

Wobei schon in diesem Spiel aufgrund von Verletzungen und Sperren eine Notelf auf den Platz geschickt wurde. So bildeten der Mittelfeldspieler Flamur Maliqi und der gelernte Stürmer Rafael Bucheli die Innenverteidigung für den gesperrten Alessandro Chiarello und den noch nicht spielberechtigten Dalibor Vasic. Wobei die letztliche Niederlage nicht auf das Konto der Verteidigung ging. Denn das erste Tor für Mels kurz vor dem Pausenpfiff war von den Sarganserländern brillant herausgespielt und von Luca Bleisch kaltblütig verwertet worden. Das Tor zum 0:2 durch Lauro Gurzeler sechs Minuten nach Wiederanpfiff war ein reiner Glückstreffer. Ein Pressball, der sich unhaltbar für den sonst grossartig haltenden Rheinecker Goalie Petar Petrov über ihn hinweg ins Tor senkte.

Insgesamt hatte der FC Mels im Mittelfeld ein spielerisches Übergewicht Bild: Ulrike Huber

Bis zwanzig Minuten vor Schluss zeigte Mels leichte Feldüberlegenheit. Dann riefen die Stapfenwiskicker die grosse Schlussoffensive aus. Und kamen zu zahlreichen, allerdings wenig zwingenden Chancen, bis durch den Hinterhaltsschuss von Agan Fazliu in der 86. Minute zum 1:2 die Hoffnungen für das Giger-Team auf ein Unentschieden und ein damit verbundenes Elfmeterschiesen noch einmal auflebten. Doch trotz wütender Angriffen war es zu spät für den FC Rheineck, der insgesamt eine noch zu verbessernde Leistung bot.

Matchtelegramm:

Schweizer Cup, 1. Vorrunde

FC Rheineck - FC Mels 1:2 (0:1)

 Stapfenwis, 80 Zuschauer

Tore: 42. Luca Bleisch, 51. Lauro Gurzeler, 86. Agan Fazliu

FC Rheineck: Petrov; Hajrullahu, Maliqi, Bucheli, Blendard Ibrahimi (46. Florent Imeri); Spahiu (46. Imeri), Frano (88. Wetter), Blerim Ibrahimi, Lendim Ibrahimi; Lakna (65. Fazliu), Bojaxhi.

FC Mels: Rissi; Marthy (65. Di Nita), Tscherfinger, Lymann, Gurzeler; Willi, Wildhaber (88. Gantenbein), Gartmann, Kalberer, Bleisch; Müller (73. Stump).

Gelbe Karten:  62. Lendim Ibrahimi, 90.+4. Tscherfinger.

gmh/uh
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