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Altstätten
17.05.2023

Neuer Präsident für die «Riettüfel»

Die Riettüfel an der Hauptversammlung.
Die Riettüfel an der Hauptversammlung. Bild: zVg
An der siebzehnten Hauptversammlung des Vereins Riettüfel Triber Altstätten hat es einen Wechsel an der Vereinsspitze gegeben. Die Mitglieder haben Bernhard Schneider zum neuen Präsidenten gewählt.

Kürzlich hielten die Riettüfel Triber an ihrer siebzehnten Hauptversammlung Rückschau auf das vergangene Vereinsjahr. Bei den verschiedenen Auftritten in der Schweiz und dem angrenzenden Ausland gelang es den Riettüfel Tribern wieder, die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

Der absolute Höhepunkt war die Rückkehr in die Heimat mit der Teilnahme am «Tschätteri» und am Fasnachtssonntags-Umzug in Altstätten.

Wechsel an der Spitze

Philippe Sinz stellte sich an der HV nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident der Riettüfel Triber zur Verfügung und trat als Vorstandsmitglied zurück. Sinz, einer von vier Gründungsmitgliedern, hatte das Amt des Präsidenten für zehn Jahre inne. Er übergibt nun die Chefposition an den bisherigen Vize-Präsidenten Bernhard Schneider.

Links der abtretende Präsident, Philippe Sinz, übergibt das Präsidenten-Amt an Bernhard Schneider. Bild: zVg

An der Hauptversammlung, in der Gaststube Fernsicht in Lüchingen wurde Bernhard Schneider einstimmig zum neuen Präsidenten der Riettüfel Triber und Andreas Dietsche zum neuen Vorstandsmitglied gewählt.

Höhepunkt auf der Allmend

Weiter trat ein letztjähriger «Aaafänger» als Vollmitglied in den Verein über. Die erste Schweizer Perchtengruppe zählt aktuell 29 Mitglieder. Als teuflisch schöne Perchten und Mönche verbreiten die Riettüfel Triber aus Altstätten mystische Stimmung gepaart mit alt hergeholtem Brauchtum.

Am 1. und 2. September 2023 ist es wieder so weit: «Auf Teufel komm raus!» heisst es da. Der Sommeranlass der Riettüfel Triber, welcher alle zwei Jahre auf der Allmend in Altstätten stattfindet, verspricht wieder ein magisches Fest zu werden. Im mystischen Dorf, mit diversen Attraktionen und Auftritten, wird der Allmendplatz wieder zum «Hotspot» im Rheintal – im wahrsten Sinne des Wortes.

Eine Brauchtumsgruppe mit Ursprung

Festlichkeiten und Traditionen unseres Landes sind tief in der Geschichte und Mythologie der westlichen Welt verwurzelt. Überlieferungen aus heidnischer Zeit wurden von der christlichen Kirche in abgewandelter Form anerkannt und übernommen. Rituelle Zermonien sind eine Art «Schutzbündnis» mit der Natur: Sie bewähren vor den Anfechtungen des Jenseits und versöhnen mit den Urgewalten.

Im Jahre 2006 wurde in Altstätten mit den Riettüfel Triber die erste Perchtengruppe der Schweiz gegründet. Für die Schweiz ist dieses Brauchtum an sich nichts Neues, wird nur oftmals anders benannt. Rhythmische "Trychleklänge" in Meiringen, Silversterkläuse in Urnäsch oder das „Achetringele“, der Laupener Silvesterbrauch. Alle haben das Gleiche im Sinn: Gutes für das kommende Jahr bringen und böse Geister vertreiben.

Diese Feste und Bräuche überleben nicht nur als Überbleibsel einer fernen Vergangenheit, sondern als greifbare Wirklichkeit pulsierenden Lebens.


pd/rheintal24
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