Den «Toni» kennt in Berneck jedes Kind. Jene in nachdenklicher Pose an einem Tisch vor dem Rathaus sitzende Figur. Vor nunmehr zwölf Jahren von Kulturfans aus Spendengeldern gekauft, überlegt und denkt «Toni» vor sich hin. Und ist für jeden, der sich neben ihn an den Tisch setzt ein geduldiger, weil schweigsamer Gesprächspartner.
Auf ein Glas beim «Toni» vor dem Rathaus
Hölzerne Gedanken
Derzeit beschäftigt sich «Toni» in seinen hölzernen Gedanken vermutlich mit der Gemeindepräsidentenwahl in Berneck. Drei Kandidaten bewerben sich um den durch den Wechsel von Bruno Seelos nach Widnau frei gewordenen Sitz im Rathaus. Nach der grossen öffentlichen Vorstellung am vergangenen Dienstag in der MZH Bünt bestand am späten Freitagnachmittag die Möglichkeit, bei einem Glas Wein in kleiner Runde beim «Toni» mit den Kandidaten zu sprechen.
Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte July H.U. Thurnheer von der IG Toni: «Am Tag der Bekanntgabe der Namen der drei Kandidaten habe ich beschlossen, diese Veranstaltung durchzuführen. Wie schon vor acht Jahren, bei der ersten Wahl von Bruno Seelos, wurden alle Wahlwerber eingeladen, hier beim «Toni» und einem von uns offerierten Getränk den interessierten Wählern im persönlichen Gespräch Rede und Antwort zu stehen.»
Bewertung des Vorstellungsabends
Alle drei Bewerber um die Stelle als Gemeindeoberhaupt, also Shaleen Mastroberardino, Fabian Hutter und Christopher Schulz waren gekommen und waren auch sogleich in intensive Gespräche mit den etwa vierzig Besuchern des Anlasses verwickelt. Und konnten eine persönliche Bewertung des Vorstellungsabends vom Dienstag abgeben.
So etwa Christopher Schulz, der mit einigen pointierten Einzelmeinungen aufgefallen war: «Es ist nicht richtig, dass ich alles «bodige» will, das ist etwas falsch rübergekommen. Aber bevor Ressourcen verschwendet und Boden zugebaut wird, muss man sehr genau über Nutzen und Folgen nachdenken.»
Positive Rückmeldungen
Die einzige Frau unter den Kandidaten, Gemeinderatsschreiberin Shaleen Mastroberardino erzählte, dass sie sich ausserordentlich über den Verlauf des Dienstagabends, an dem sie mit grosser Fach- und Aktenkenntnis punkten konnte, und die anschliessenden positiven Rückmeldungen gefreut habe.
Wie auch Fabian Hutter, der sich mit dem Verlauf der Vorstellungsrunde vom Dienstag ebenfalls zufrieden zeigte: «Es war eine schöne, interessante Veranstaltung, von der ich einen guten Eindruck gewonnen habe. Gleichwohl war ich froh, als es vorbei war. Aber ich habe anschliessend von den Berneckerinnen und Berneckern ein gutes, sehr positives Feedback erhalten.»