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10.03.2023

ESC: «Unser» Lied für Liverpool

Remo Forrer vor einer Woche auf der Bühne Marbach beim Konzert mit Peter Lenzin und Band
Remo Forrer vor einer Woche auf der Bühne Marbach beim Konzert mit Peter Lenzin und Band Bild: Ulrike Huber
Vor wenigen Tagen noch auf der Bühne Marbach, jetzt in den Schlagzeilen! Am diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) wird die Schweiz durch den Toggenburger Remo Forrer und seinen Song «Watergun»vertreten sein.

Bereits vor zwei Wochen wurde Remo Forrer als Schweizer Vertreter beim ESC präsentiert. Seit Dienstag ist nun bekannt, mit welchem Song der 21-Jährige sich in Liverpool  vom 9. bis 13. Mai 2023 gegen 36 andere Länder durchsetzen will.

Eine Nachricht an Europa

In «Watergun» spricht Forrer von einer Ohnmacht, in der sich die Welt aufgrund diverser Konflikte befinde. Mit emotionaler Stimme und bedeutungsvollem Text macht er seine Botschaft deutlich.

Gegenüber «SRF» sagt der junge Sänger: «Meine Generation muss mit den Folgen von Entscheidungen leben, die nicht wir getroffen haben.» So wolle er mit diesem Song einen Appell für Frieden senden – eine sehr aktuelle Botschaft mit Blick nach Russland. Auch weitere Nationen befassen sich in ihren ESC-Liedern mit dem Thema Frieden und Hoffnung.

Die Reaktionen auf den Song sind durchmischt, wie sich aus der YouTube-Kommentarspalte entnehmen lässt. Während einige lediglich «ein klassisches ESC-Lied, absolut nichts Neues» sehen, hören andere «ein ansprechendes Lied mit einer starken Botschaft», gesungen von «einer tollen Stimme».

Bereits zwei gewonnene Shows

Remo Forrer tritt somit in seiner bereits dritten Fernsehsendung auf. Der Toggenburger kommt aus einer musikalischen Familie und  gewann im Jahr 2020 die Castingshow «The Voice of Switzerland». Nach zwei veröffentlichten Singles überzeugte er im vergangenen Sommer bei der RTL-Show «Zeig uns deine Stimme».

Im Castingverfahren des ESC konnte Forrer, der in Gossau lebt, eine 20-köpfige Fachjury sowie hundert Zuschauer von sich überzeugen. In Liverpool, wo die Schweiz am 9. Mai ins erste Halbfinale startet, hofft Forrer auf ähnliche Zustimmung.

Die Messlatte sei durch die bisherigen Schweizer Vertreter wie Luca Hänni oder Gjon’s Tears ziemlich hoch, findet der 21-Jährige. Daran wolle er anknüpfen: «Ich hoffe, dass ich 150 Prozent abgeben kann. Den Rest entscheiden dann die Leute, die abstimmen.»

sir/stgallen24
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