«Bodenständigkeit, Partnerschaften, Gemeinsamkeit. Alles Tugenden, welche für die Rheintaler und auch für die kantonale FDP sprechen.» Der Präsident der Rheintaler Kreispartei der Freisinnigen Peter Nüesch zählte die Tugenden auf, die seine Partei in ein erfolgreiches Jahr führen sollen. In den letzten zweieinhalb Jahren sei vieles nicht Vorstellbare zur Tatsache geworden. Doch mit den Prinzipien der Freisinnigen bringe jede Krise auch eine Chance für die Zukunft.
«Sich in unsicheren Zeiten auf die Wurzeln besinnen»
Hochinteressante Führung
Etwa siebzig Parteimitglieder waren der Einladung der FDP Rheintal zur Neujahrsbegrüssung in der Verzinkerei Kriessern in Montlingen gefolgt und erlebten eine hochinteressante Führung der Eigentümer Remo und Daniel Hutter durch den innovativen Betrieb. Vorab kam aber noch die FDP-Ständeratskandidatin Susanne Vincenz-Stauffacher zu Wort.
Die freisinnige Kandidatin freue sich auf den Wahlkampf und wolle ihr Bestes tun, dass die Tradition St. Galler Mandatsträgerinnen bei den Frauen fortgeschrieben werden könne. Dabei verwies sie auf Bundesrätin Karin Keller-Sutter und die frühere Ständeratspräsidentin Erika Forster-Vannini. «Ich freue mich auf die mögliche Tätigkeit im Ständerat, da man dort mehr Sach- und Kantonsthemen einbringen kann und weniger rein politische Dinge behandelt.»
Ausgezeichneter Job in Bern
Kreisparteipräsident Peter Nüesch lobte jedenfalls die beiden aktuellen St.Galler FDP-Nationalräte Susanne Vincenz-Staudacher und Marcel Dobler für ihren «ausgezeichneten Job in Bern» und die beste Vernetzung. «Für den Ständerat gilt es jetzt und die nächsten Monate für unser Kandidatin zu weibeln.» Vivienne Oggier aus Kriessern und er selbst würden in diesem Wahljahr für den Nationalrat kandidieren.
«Wir sind überzeugt, wenn wir alle am selben Strick und in dieselbe Richtung ziehen, werden wir mit der FDP wieder Anteile gewinnen können und unser Einfluss an Bedeutung gewinnen. Denn mit Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt werden wir die Herausforderungen 2023 meistern.» Was von den Anwesenden, darunter die FDP-Gemeindepräsidenten Bruno Seelos, Andreas Eggenberger, Urs Müller und Rolf Huber, Alt-Kantonsrat Stefan Britschgi, der Altstättener Stadtrat Toni Loher, der Rheinecker Stadtrat Gilbert Lapp und vielen anderen mit Applaus begrüsst wurde.
Strategische Schwerpunktplanung
Auch Regierungsrat Beat Tinner gab sich die Ehre und zeigte mit seinem Grusswort auf, was in dem in seiner Verantwortung stehenden Volkswirtschaftsdepartement im Rahmen der strategischen Schwerpunktplanung der Regierung alles geschaffen wurde. Und was noch zur Bearbeitung ansteht. «Wir wollen die Innovationskraft erhöhen, den digitalen Wandel gestalten, den Klimaschutz stärken, die Chancengerechtigkeit sicherstellen und die Strukturentwicklung fördern.»
Aus diesen fünf Zielen hatte Beat Tinner drei Schwerpunktthemen herausgepickt, die in sein Ressort fallen und die er näher erläuterte. So die Erhöhung der Innovationskraft. Die Regierung habe sich erfolgreich um die Aufnahme des Switzerland Innovation Park Ost als sechsten Standortträger in das Gesamtnetzwerk Schweizerischer Innovationspark beworben.
IT-Bildungsoffensive
Der digitale Wandel soll durch St. Gallen schweizweit mitgeprägt werden. «Ein Projekt zur Erreichung dieses Ziels ist die IT-Bildungsoffensive. Zum ersten Mal in der Schweiz versucht man damit, gesamtkonzeptionell und über alle Stufen hinweg den Lehr- und Lernbetrieb digital zu transformieren.»
Zur Stärkung des Klimaschutzes wolle die Regierung fossile Energieträger vermeiden und innovative Technologien nutzen und fördern. Ergänzend dazu wolle man den Raum nachhaltig entwickeln und die Biodiversität bewahren. Beat Tinner verwies auf die Biodiversitätsstrategie 2018 und darauf, dass in Oberriet und Widnau bereits zwei wertvolle Biotope renaturiert worden seien.
Der von den Besuchern aufmerksam verfolgte Bericht über die Regierungstätigkeit wurde in typischer Beat-Tinner-Manier nüchtern, kompetent und sachlich vorgetragen und beim anschliessenden gemeinsamen Abendessen noch eingehend diskutiert.