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13.09.2022
13.09.2022 21:25 Uhr

Es war ein Hund und nicht der Wolf

Meister Isegrim wurde zu Unrecht des Wolfsrisses verdächtigt
Meister Isegrim wurde zu Unrecht des Wolfsrisses verdächtigt Bild: mythos-wolf.de
In Bodolz bei Lindau wurden Ende August zwei tote, Frassspuren aufweisende Kälber gefunden. Landwirt und Experten gingen damals davon aus, dass es sich um einen Wolfsriss handelt.

Einen grausligen Fund machten Landwirt Klaus Koros aus Bodolz in der Nähe von Lindau vor einigen Wochen. Zwei tote Kälber, die bereits angefressen waren. Eines der Tiere sah noch relativ unversehrt aus, nur die Nabelschnur war angefressen. Das zweite Kalb war jedoch komplett in zwei Teile gerissen und nur noch die eine Hälfte vorhanden.

Wirbelsäule durchgebissen

Die zu Rate gezogene Veterinärin stellte fest, dass die Wirbelsäule durchgebissen worden war. Es wurde vermutet, dass es ein Wolf gewesen ist. Die Überreste des Kalbs wurden dem Veterinäramt zur Durchführung einer DNA-Analyse gegeben. Jetzt liegen die Ergebnisse der Analyse vor.

In einer Pressemitteilung schreibt das Landesratsamt: «Hier wurde festgestellt, dass es keine Anzeichen auf Gewalt oder Bisswunden vor dem Tod gegeben hat.» Die Kälber wurden für eine pathologischen Untersuchung an die Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) Kraftisried gebracht. Dort wurde festgestellt, dass die «Hufe der beiden Tiere nicht belaufen waren, was dafür spricht, dass die Zwillingskälber bereits tot geboren wurden», so die Schwäbische Tageszeitung.

Genetische Analyse

Das Landesratsamt erläutert weiter: «Die genetische Analyse  hat ergeben, dass der Befrass der toten Kälbchen durch einen Haushund (Canis Familiaris) entstanden ist." Es war also der Hund und nicht der böse Wolf.

rheintal24/gmh/uh
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