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Wirtschaft
13.01.2022
13.01.2022 15:52 Uhr

Arbeitgeberverbände: Erfreut, aber auch kritisch

Bild: zdf.de
Die IHK St.Gallen-Appenzell wie auch der Arbeitgeberverband Rheintal begrüssen die Entschärfung der Quarantäne- und Isolationsregelung, wie sie heute vom Bundesrat beschlossen wurde. Damit werden Unternehmen entlastet, die sich derzeit mit einer Häufung von Arbeitsausfällen konfrontiert sehen.

Der Bundesrat schlägt vor, die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis Ende März zu verlängern. Auf eine Massnahmenverschärfung verzichtet er hingegen. Angesichts der hohen Viruszirkulation bei gleichzeitig milderem Infektionsverlaufs mit der Omikron-Variante beurteilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) St.Gallen-Appenzell dieses Vorgehen als sinnvoll. Nach wie vor kritisch sieht sie jedoch die generelle Homeoffice-Pflicht, insbesondere die vorgeschlagene Verlängerung bis Ende März.

Neues Regime senkt Druck auf Unternehmen

Arbeitsausfälle stellen die Unternehmen derzeit vor grosse Herausforderungen. Für die Wirtschaft ist deshalb entscheidend, dass die Massnahmen mit einer Entschärfung der Isolations- und Quarantäneregelung einhergehen. «Wir begrüssen, dass die Isolations- und Quarantänedauer auf fünf Tage reduziert und die Kontaktquarantäne auf Personen mit regelmässigem engem Kontakt eingeschränkt werden», so IHK-Direktor Markus Bänziger. Dies anerbiete sich auch aus wissenschaftlicher Sicht, da die Omikron-Variante im Vergleich zu früheren Virusvarianten eine deutlich kürzere Inkubationszeit aufweist.

Auch Thomas Bolt vom Arbeitgeberverband Rheintal ist zufrieden: «Die Verkürzung der Quarantäne und Isolationsdauer erscheint uns wichtig und wird seitens des AGV begrüsst. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag, um in der Spitze der Pandemie die Personalausfälle so gering als möglich zu halten. Gegebenenfalls muss die Quarantänepflicht gemäss Konsultation des Bundesrates  auch ganz aufgehoben werden, um massive volkswirtschaftliche Schäden zu vermeiden».

DieVerlängerung der Home-Office Pflicht, wie vom Bundesrat in der Konsultation vorgeschlagen, sei bedauerlich, aber vermutlich in der aktuellen Situation mit sehr hoher Inzidenz notwendig, führt Bolt weiter aus. 

pd/rheintal24