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Freizeit
30.12.2021

Achtung beim Silvesterfeuerwerk

Schön anzusehen, aber massiv umweltschädigend sind dies Bling-Bling-Feuerwerke
Schön anzusehen, aber massiv umweltschädigend sind dies Bling-Bling-Feuerwerke Bild: kurier.at
Die Lärm- und Feinstaubbelastungen in der Silvesternacht ist vielerorts so hoch wie sonst nie im Jahr. Deshalb sollte jeder mit Feuerwerken sparsam umgehen. Dazu gibt es immer wieder Verletzungen.

Man muss an Silvester nicht jeden Franken, den man noch hat, in die dunkle Nacht hinauf schiessen. Lieber weniger, aber dafür schönere Raketen. Keine dumm-dumpfe Knallerei mit Böllern und Krachern, sondern ein farbiger Funkensprenkelbogen. Dadurch können die Belastungen für Umwelt und Gesundheit, für Mensch und Tier spürbar reduziert werden.

Feinstaub-Grenzwert überschritten

Der Grenzwert von Feinstaub (PM 10) wird zu Silvester an fast allen Messstellen um das Mehrfache überschritten. Je nach Lage und meteorologischen Bedingungen sind Silvesterfeuerwerke für mehrere Feinstaubtage verantwortlich. Hohe Feinstaubkonzentrationen belasten die Atemwege: Asthmatiker haben einen erhöhten Medikamentenbedarf, die Spitäler verzeichnen erhöhte Krankenhausaufnahmen wegen Herz-Kreislauf-Problemen.

Dazu kommen noch Personenschäden. Regelmässig müssen Personen wegen unsachgemäßer Verwendung von Silvesterraketen in den Spitälern behandelt werden.

Feuerwerke zeitlich begrenzen

Im benachbarten Vorarlberg wurde daher von der Landesregierung an die Gemeinden appelliert, Feuerwerke an Silvester zeitlich zu begrenzen oder nur in bestimmten Bereichen oder an bestimmten Plätzen zu genehmigen. «Es geht darum, Mensch, Tier und Umwelt zu schützen. Wenn wir alle aufeinander Rücksicht nehmen, können wir trotz der besonderen Umstände den Jahreswechsel würdig feiern», so Landesrat Rauch.

Ungewohntes Knall- und Blitzlichtgewitter

Ebenfalls zu bedenken: «Auch Tiere leiden sehr stark unter dem für sie ungewohnten Knall- und Blitzlichtgewitter, das oft stundenlang andauert. Deshalb sollen im Nahbereich von landwirtschaftlichen Betrieben und Tierheimen keine Feuerwerke gezündet werden. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt müssen die Reste des Feuerwerks entsorgt werden», erklärt Landesrat Gantner.

Der Appell für ein verantwortungsbewusstes Silvester bzw. einen generellen rücksichtsvollen Einsatz von Feuerwerken und zur Rücksichtnahme auf Umgebung und Umwelt richtet sich an alle Mitbürger. Folgende Grundsätze sollen eingehalten werden:

  • Weniger ist mehr: Reduzieren Sie Ihr Feuerwerk, auch Ihren Mitmenschen, der Tier- und Umwelt sowie der Luftqualität zuliebe.
  • Entsorgen Sie die Reste, vermeiden Sie das Abfeuern auf Weide- und Äsungsflächen (nicht verrottbare Plastik- und Metallteile können in das Tierfutter gelangen und bei den Tieren schwere gesundheitliche Störungen auslösen).
  • Verzichten Sie auf die Durchführung von größeren (Silvester-)Feuerwerken, um Menschenansammlungen zu vermeiden.
rheintal24/gmh/uh