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Au
25.11.2021
27.11.2021 12:01 Uhr

Corona-Skeptikerin Elisabeth Vetsch an Corona erkrankt

Elisabeth Vetsch im Sommerinterview mit rheintal24.ch
Elisabeth Vetsch im Sommerinterview mit rheintal24.ch Bild: Ulrike Huber
Elisabeth Vetsch aus Au hat mit ihren offenen Briefen an den Bundesrat in der Corona-Skeptiker-Szene schweizweit für Bewunderung gesorgt. Nun aber ist die 75-Jährige selber an Corona erkrankt und liegt zusammen mit ihrem Gatten im Spital.

Vom ersten Tag der Pandemie an kämpfte die in Au wohnhafte Elisabeth Vetsch gegen die vom Staat oktroyierten Massnahmen wie insbesondere die Maskenpflicht. Geradezu berühmt wurde sie als Verfasserin offener Briefe an den Bundesrat, Regierungsräte oder Gemeindepräsidenten. In den sozialen Medien wurden ihre Posts hunderttausendfach geteilt. 

In einem rheintal24-Interview Mitte September bezeichnet sie Corona u.a. als völlig normale Krankheit und es sei einfach Blödsinn, wegen eines verschwindend geringen Anteils an Toten Massnahmen einzuführen, welche unsere Freiheit einschränken würde. Nun ist die 75-Jährige an Corona erkrankt, wie uns ihre Tochter B.G. mitteilt. 

«Ich sehe mich verpflichtet, Ihnen und Ihren Lesern mitzuteilen, dass meine Mutter Elisabeth Vetsch und ihr Ehemann an Covid-19 erkrankt sind und deshalb mit ernstzunehmenden gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Sie galt immer als grosse Corona-Skeptikerin und Impfgegnerin und versäumte keine Demo. Sie war davon überzeugt, dass die Impfung «Humbug» sei. Wie meine Mutter nun am eigenen Leibe erfahren muss, ist dem nicht so. Sie musste einsehen, dass Corona real ist und sie mit einer Impfung unter Umständen besser geschützt gewesen wäre. Ironischerweise steckte sich meine Mutter an einer Corona-Demo an.»

Mittlerweile befinden sich beide in Spitalpflege. Der Ehemann wurde am Sonntag von einem Nachbarn ins Spital eingeliefert, nachdem dieser zuvor von seiner Gattin mit homöopathischen Mitteln behandelt worden sei, teilt B.G. weiter mit. Elisabeth Vetsch ist seit Mittwoch im Spital. Gemäss Aussagen der Tochter verzichten beide auf Intensivpflege. 

B.G. teilt weiter mit, dass es ihr wichtig sei, die Anhänger ihrer Mutter wachzurütteln und ihnen bewusst zu machen, dass Corona eine reale Gefahr sei. Sie selbst arbeitet im Pflegebereich. Gerade mit diesem Hintergrund sagt sie : «Darum bitte ich alle, schützt andere, aber schützt vor allem Euch selbst.»  

rheintal24/nas