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Vorarlberger Rheintal
12.10.2021
12.10.2021 17:15 Uhr

In strafrechtlichen Dingen gibt es «null Pardon»

Sebastian Kurz, der «gefallene Engel» der österreichischen Politik, hat einen seiner Vorgänger in einem Chat als «Arsch» bezeichnet
Sebastian Kurz, der «gefallene Engel» der österreichischen Politik, hat einen seiner Vorgänger in einem Chat als «Arsch» bezeichnet Bild: sebastian-kurz.at
Die Inseratenaffäre rund um Sebastian Kurz und die Tageszeitung «Österreich» erschüttert das Alpenland. Aufsehen hat der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner mit einer Aussage erregt, in strafrechltichen Dingen kenne er kein Pardon.

In einer Sondersendung von «Vorarlberg Live» gab Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner eine klare Stellungnahme zu den Vorgängen rund um die Affäre ab, die Bundeskanzler Sebastian Kurz zum Rücktritt veranlasst hat.

Das ganze Geschehen zeichne ein Bild, das überhaupt nicht seine Welt sei. Zunächst warnte er noch vor Falschbeschuldigungen. Als Partei (Anm.der Redaktion: Sowohl Sebastian Kurz als auch Markus Wallner gehören der ÖVP an) habe man aber nicht nur strafrechtliche Dimensionen zu bewerten. «Denn, das steht ja ausser Frage, wenn an den strafrechtlichen Dimensionen etwas dran wäre, dann sind die Konsequenzen ohnehin hart zu treffen. Da gibt es von mir Null-Pardon in diesem Zusammenhang».

«Wir wollen das nicht»

Als Partei habe man aber einen gewissen Umgang zu beurteilen. Nämlich auch den Stil, den man im Umgang miteinander pflegt. Da würde in den Chats (Anm.: die SMS, die zwischen Sebastian Kurz und einem seiner Parteifreund im Finanzministerium getauscht wurden, und in denen der damalige ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner als «Oasch» bezeichnet wurde) vieles falsch rüberkommen. Viele aus der Partei seien zu ihm gekommen, um ihm zu sagen, wir wollen das nicht.

Es sei daher aus Sicht von Wallner sehr wohltuend gewesen, als Kurz sich für den Umgangston in diesen Chats entschuldigte und sagte, er würde so etwas nicht mehr tun, das sei nicht der Stil, den er, Kurz, pflegen wolle. Auch Markus Wallner meinte im Interview, dies sei nicht der Stil in der Volkspartei und schon gar nicht der Stil der Vorarlberger Volkspartei.

Wenn so etwas in den eigenen Reihen passieren würde, so würde er so etwas sehr schnell abstellen.

rheintal24/gmh/uh