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Leserbrief
Au
12.10.2021
12.10.2021 20:28 Uhr

Die Schande von Bern - offener Brief von Elisabeth Vetsch

Elisabeth Vetsch, die streitbare Seniorin und Coronamassnahmengegnerin aus Au
Elisabeth Vetsch, die streitbare Seniorin und Coronamassnahmengegnerin aus Au Bild: Ulrike Huber
Die bekannte Corona-Massnahmen-Gegnerin Elisabeth Vetsch aus Au kritisiert in einem offenen Brief an Bundesrätin Karin Keller-Sutter die gegen die jüngsten Demonstrationen ergriffene Polizeigewalt.

Elisabeth Vetsch, die streitbare ehemalige Anwaltssekretärin aus Au, inzwischen zu einer Ikone der Anti-Coronamassnahmen-Bewegung aufgestiegen, hat uns wieder einen ihrer Aufsehen erregenden Briefe zu kommen lassen. Ein offenes Schreiben, das an Bundesrätin Karin Keller-Sutter gerichtet ist und in dem die bei den Anti-Coronamassnahmen-Demonstrationen angewendete Polizeigewalt kritisiert wird.

«Geehrte Frau Karin Keller-Sutter

Wollen Sie einen Krieg provozieren? Wollen Sie wirklich die friedlichen Demonstranten so lange von Ihren gekauften Söldnern zusammenschlagen, mit Gummischrot und Wasserwerfern beschiessen lassen, bis irgendwann einem oder mehreren dieser bis jetzt friedlichen Menschen der Kragen platzt und es zur Eskalation kommt? Wollen Sie das wirklich? Wollen sie wirklich einen Bürgerkrieg auslösen?

Sagen, was wir denken

Vor ca. 18 Monaten, also in grauer Vorzeit, vor Corona, durften wir in der Schweiz unserem Unmut durch Kundgebungen und Demonstrationen Ausdruck verleihen. Wir durften sagen, was wir denken. Wir durften die Regierung kritisieren. Wir durften in den Sozialen Medien schreiben, was wir wollten. Seit März 2020 geht das nicht mehr! Die Bevölkerung wird drangsaliert, nicht regierungsgenehme Kommentare in den sozialen Medien werden zensiert und gelöscht, Andersdenkende von der Presse diffamiert, Demonstrationen für die Freiheit werden mit gekauften Söldnern niedergeschlagen. Wo sind Sie falsch abgebogen, Frau Keller-Sutter?

Sie und Ihre Kumpane in Bern haben das schlau eingefädelt! Erst wird die Schweiz entwaffnet (Waffengesetz), dann gleist man ein Polizeigesetz (PMT) auf, das seinesgleichen auf der ganzen Welt sucht. Und bei beiden Abstimmungen haben Sie ein JA erzielt. Ob da alles mit rechten Mitteln zugegangen ist? Das frage ich mich je länger je mehr! Was wollen Sie von uns? Uns in die Knie zwingen, damit wir brav ja sagen zu Ihrem perfiden Plan? Dass wir uns in Knechtschaft begeben? Dass wir uns mit 3G unsere Freiheit nehmen lassen? Was wollen Sie? The Great Reset (bezeichnenderweise hängt diese Fahne ja schon am Berner Bahnhof)? 

Solche Gummischrot-Geschosse kamen zum Einsatz Bild: tonjazuercher.ch

In den Rücken geschossen

Sie lassen es zu, dass friedlichen Demonstranten in den Rücken geschossen wird. Sie lassen es zu, dass ein Haufen Söldner, die sich Polizisten nennen, Schweizerfahnen zerschiessen. Sie lassen es zu, dass dieser ausser Rand und Band geratene Haufen auf Behinderte schiesst. Sie lassen es zu, dass Menschen zu Boden geprügelt und wie Vieh behandelt werden. Sie lassen es zu, dass eine Massenpanik entstehen könnte. All das lassen Sie zu (Videobeweise sind vorhanden)!

Sie lassen es zu, dass friedliche Trychler von der Strasse weg verhaftet werden! Sie sind Vorsteherin des EJPD. Sie haben das zu verantworten. Sie haben zu verantworten, was an den letzten beiden Donnerstagen in Bern passiert ist! Und das unter Ihrer Federführung. Sie scheinen zu vergessen, dass wir Ihr Gehalt und die Löhne Ihrer Söldner bezahlen! Bezahlen dafür, dass man uns mit Einsatz von roher Gewalt von der Strasse vertreiben will. Man darf gegen alles demonstrieren, aber um Himmels Willen nicht gegen den Corona-Wahnsinn!

Gegen die Gängelei des Bundesrates

Da gehen friedliche Menschen aller Ethnien und aller Couleur auf die Strasse, um gegen die Gängelei des Bundesrates, gegen die Einführung einer Zweiklassen-Gesellschaft, gegen die unnötigen Massnahmen an den Schulen und gegen den Impfdruck zu protestieren. Was ist daran falsch? In Zürich blockieren Klimaschützer seit Tagen über Mittag die Kreuzungen mit Sitzstreiks. Sie werden irgendwann einfach weggetragen. Weggetragen von der Polizei. Was würde passieren, wenn die Massnahmen-Kritiker jeden Mittag dieses Spiel spielen würden? Sie würden mit Wasserwerfern, Gummischrot und unangemessener Gewalt vertrieben. Was läuft in Ihrem Departement falsch? 

Elisabeth Vetsch kritisiert überbordende Gewalt bei Polizeieinsätzen Bild: zdf.de

Es kann nicht sein, dass wir in Zukunft in einem Land leben müssen, welches von Hass, Volksverhetzung und Diskriminierung geprägt ist! Aber, Frau Keller-Sutter, Sie haben die Rechnung ohne einen Teil der Bevölkerung gemacht. Wir geben nicht klein bei! Niemals! Wir kommen immer wieder, solange, bis der Filz in Bern Geschichte ist! Und wir sind mehr, als Ihnen lieb ist!

Nicht mit uns!

Sie alle sieben «Magistraten/Magistratinnen» im Bundesrat, sind schuld daran, dass sich immer mehr Menschen radikalisieren. Das und nichts Anderes wird von Ihnen gefördert und gehört vermutlich zu Ihrem Plan! Aber nicht mit uns. Wir sind eine Menschenfamilie, wir halten alle zusammen, geimpft oder ungeimpft. Wir alle lassen die freie Schweiz nicht vor die Hunde gehen! Egal, was Sie noch für Schikanen aus dem Hut zaubern. Wir lassen uns nicht spalten! 

Unser Leitspruch lautet «Friede, Freiheit, sVolch isch souverän». Und diesem Leitspruch bleiben wir treu, bis unsere Bundesräte/Bundesrätinnen sich darauf zurückbesinnen, für wen sie in der ReGIERung sitzen!

Mit leidlich freundlichen Grüssen

Elisabeth Vetsch

Leserbriefe bilden nicht immer die Ansichten der Redaktion von rheintal24.ch ab. Wir behalten uns vor, Leserbriefe allenfalls zu kürzen. Diesen Leserbrief von Elisabeth Vetsch haben wir jedoch ungekürzt veröffentlicht.

Elisabeth Vetsch/red.