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Rebstein
31.05.2021

Glasfasern in luftiger Höhe installiert

In luftiger Höhe wird das Freileitungsrohr für die Glasfasern an die bestehenden Masten angebracht.
In luftiger Höhe wird das Freileitungsrohr für die Glasfasern an die bestehenden Masten angebracht. Bild: Ralp Dietsche
Die Haushalte der Gemeinden Rebstein und Marbach werden an das Glasfasernetz angeschlossen. Normalerweise erfolgt der Ausbau unterirdisch. Dies ist nicht überall möglich. So wird eine Liegenschaft aktuell von Mohren her mittels Freileitung erschlossen.

Wer mit Glasfasern arbeitet, muss umsichtig sein und braucht Fingerspitzengefühl. Die Glasfasern könnten bei unsachgemässer Behandlung leicht brechen. Umso erstaunlicher ist es, dass Glasfaseranschlüsse auch über Freileitungen erfolgen können. «Die Erschliessung via Freileitung ist eher die Ausnahme», weiss der Netzelektriker Sandro Städler von der Elektro Kolb AG in Oberriet. Er selbst verlegt oberhalb von Rebstein erstmals ein Freileitungskabel für Glasfasern. Um die nötige Stabilität zu erreichen ist das UV-beständige Freileitungsrohr mit einem Stahlseil verbunden. So wird gewährleistet, dass die Glasfasern bei Wind und Wetter nicht brechen und die Anschlüsse zuverlässig funktionieren.

 

Bild: Ralp Dietsche

Arbeitsplatz mit fantastischer Aussicht

Die Glasfasern sind beim Aufhängen des Freileitungsrohrs noch nicht im Rohr. Diese werden erst nachträglich, genau gleich wie bei unterirdisch verlegten Rohren, mit Luftdruck eingeblasen. Dank dieser Technik können alle Haushalte in den Gemeinden Rebstein und Marbach vom Anschluss an die «Datenautobahn» profitieren. Projektleiter Thomas Stauffer von der Ingenieurteam AG in Rebstein versichert: «Jedes Objekt kann an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Egal wie abgelegen es steht. Wichtig ist eine gute Planung, bei welcher die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden.» Freuen über den schnellen und sicheren Anschluss an das Datennetz kann sich nicht nur der Rii Seez Net-Kunde, sondern auch die beiden Netzelektriker Sandro Städler und David Weder. Der Bau der Freileitung brachte ihnen eine Abwechslung in den Arbeitsalltag und bescherte ihnen bei bestem Wetter eine herrliche Aussicht aufs Rheintal. Zeit den Anblick zu geniessen blieb hingegen kaum. Denn in Rebstein und Marbach warten noch zahlreiche Haushalte, bis sie an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die meisten jedoch über Rohre, die im Boden verlegt werden.

pd/rheintal24