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Marbach
03.05.2021
04.05.2021 13:12 Uhr

«Ich fühle mich auf den Arm genommen»

Wirt Mäck Podlessnig: «Wir werden verschaukelt»
Wirt Mäck Podlessnig: «Wir werden verschaukelt» Bild: Ulrike Huber
Trotz Schmuddelwetter und Kälteschock sah man am Wochenende viele Gäste an den im Freien stehenden Tischen vor Cafés und Gasthäusern sitzen. Dennoch sieht Mäck Podlessnig, Wirte-Original vom Casa Nero die Situation kritisch.

«Ich fühle mich von der Politik verschaukelt!». Wirteoriginal «Mäck» Podlessnig nimmt wie üblich kein Blatt vor den Mund, «bis vor kurzem habe ich Takeaway aus dem mobilen Verkaufsstand heraus verkauft. Da durften sich die Gäste aus Coronagründen nicht hinsetzen, sondern mussten im Stehen essen. Und jetzt? Seit ich die Plätze im Freien geöffnet habe, dürfen die Gäste nur im Sitzen konsumieren? Das ist doch alles eine Verarsche. Da wird man doch auf den Arm genommen von Leuten, die nichts von Gastronomie verstehen.»

Bild: Ulrike Huber

Alle überdachten Tische besetzt

Es ist Samstagabend. Trotz nasskaltem Wetter sind noch am späteren Abend alle überdachten Tische im Casa Nero besetzt. Eingemummt in Anoraks und teilweise mit Schals und Mützen sitzen die angesichts der äusseren Umstände vielen Gäste an den Tischen unter den Gasheizschirmen und unterhalten sich blendend. Sind ganz einfach froh, dass man sich endlich wieder mit Freunden auf ein Glas Bier, einen guten Wein oder stärkere Getränke treffen kann. Dass man wieder Gemeinschaft pflegen und sich Geschichten und Geschichtchen erzählen kann, die sich in der langen Coronazeit angesammelt haben.

«Heute Abend wollte ich den Garten eigentlich gar nicht nutzen, aber dann sind doch einige Gäste gekommen und geblieben. Überraschend viele. Ansonsten habe ich nur offen, wenn das Wetter trocken und warm ist. Dafür auch an den sonst geschlossenen Tagen am Wochenende.» Das derzeit von ihm angebotene Take-away aus dem Restaurant sei «finanziell nicht lukrativ».  Es werde aber weiterhin angeboten, da man sich durch den bisher genutzten mobilen Verkaufsstand auf dem Parkplatz des Casa Nero Stammgäste geschaffen haben, die zuverlässig zu Mittag oder zu Abend ihre Speisen und Getränke holen. «Die Leute wollen wir weiter bedienen können. Und sonst hilft es uns sehr, dass ich in der Szene gut bekannt bin.»

gmh/uh