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St.Gallen geht in Basel leer aus

Bild: freshfocus
Der FC St.Gallen findet in der Meisterschaft weiterhin nicht in die Spur. Gegen den zweitplatzierten Basel verlieren die St.Galler knapp mit 0:1. Das einzige Tor des Abends erzielt Arthur Cabral nach 67 Minuten. Der Rebsteiner Betim Fazliji wurde kurz vor Schluss ausgewechselt.

Schon vor dem Anpfiff in Basel ist klar, dass der FC St.Gallen bei einer Niederlage den vier-Punkte-Vorsprung auf den Barrageplatz wahren würde. Am frühen Abend trafen nämlich bereits Vaduz und Luzern aufeinander, wo die Liechtensteiner eine 1:2-Niederlage einstecken mussten. Ein Resultat, was den St.Gallern sicherlich ein wenig Druck von den Schultern nehmen konnte. Bei einem Vaduzer Sieg hätte der hässliche Geist des ungeliebten Barrageplatzes wieder unangenehm über den Köpfen der St.Galler-Spieler geschwebt.

St.Gallen im VAR-Glück

Dementsprechend agil übernimmt der FCSG im St.Jakob-Park dann auch das Spieldiktat. Von Abstiegssorgen keine Spur. Zwischenzeitlich weisen die St.Galler in der ersten Halbzeit 60 Prozent Ballbesitz auf und durften schon acht Eckbälle ausführen. Nur: Die ganzen Eckbällen und die Überlegenheit an Ballbesitz bringt nichts, wenn diese Überlegenheit nicht in Tore oder wenigstens Tormöglichkeiten umgenützt werden kann. Heinz Lindner im Basler Tor verbrachte während der ersten Halbzeit einen ruhigen Abend.

Auf der anderen Seite zeigten auch die Basler in der Offensive wenig ansehnliches. Nach einer halben Stunde fasst sich Valentin Stocker ans Herz und zieht aus etwa 20 Metern ab. Der Ball fliegt allerdings am Tor vorbei. Einen ersten richtigen Aufreger gibt es dann kurz vor der Pause, als der St.Galler Euclides Cabral seinen im Strafraum beim Versuch des Ballwegschlagens seinen Gegenspieler trifft. Schiedsrichter Sandro Schärer entscheidet zunächst auf Penalty, nimmt diesen aber nach Absprache mit dem Videoassistenten wieder zurück, da der Ball schon vor dieser Aktion im Aus war.

Babic trifft nur die Latte

Vor dem Seitenwechsel kamen die Bebbi besser ins Spiel. Diese Überlegenheit konnten sie sogleich mit in die zweite Halbzeit nehmen. Die St.Galler ihrerseits wirkten nicht mehr ganz so frisch wie noch in Durchgang eins und blieben in der Offensive weiterhin harmlos. Nach 66 Minuten versuchte sich Victor Ruiz, dessen Schuss allerdings rechts am Tor vorbei schlittert. Praktisch im Gegenstoss machens die Basler dann dafür besser. Valentin Stocker spielt Basels Stürmer Cabral an, der im Stile eines Topscorers ins St.Galler Tor und somit zur 1:0-Führung trifft.

In der Folge vermochte der FC St.Gallen nicht mehr zu reagieren. Am Kampfgeist sollte es nicht fehlen, in den zwingenden Offensivaktionen allerdings schon. Trotzdem ergab sich mehr oder weniger aus dem nichts doch noch eine Chance für die Ostschweizer. Miro Muheim flankt aus dem linken Halbfeld auf Boris Babic, dessen Kopfball am Lattenkreuz abprallt - Pech für St.Gallen. Auch wenn der FCSG mit null Punkte aus Basel abreist, der Vorsprung auf Vaduz bleibt bei beruhigenden vier Punkten bei noch vier ausstehenden Partien. Erstmal beruhigend.

 

Telegramm:

Basel - St.Gallen 1:0 (0:0)

SR Schärer. - Tore: 67. Cabral

Basel: Lindner; Widmer, Cömert, Klose (46. Palacios), Petretta; Frei, Abrashi; Males (79. Zhegrova), Kasami, Stocker; Cabral.

St.Gallen: Zigi; Cabral, Stergiou, Fazliji (87. Sutter), Muheim; Quintillà; Görtler, Ruiz (72. Traorè); Guillemenot (64. Staubli); Duah, Adamu (46. Babic).

Bemerkungen: Basel ohne Xhaka, Jorge, Padula, Durrer (verletzt), Cardoso, Marchand, von Moos, Bunjaku, Kalulu, Stefanovic, Hunziker, Pukaj, Gebhardt, Isufi, Chiappetta, Hajdari, Sene (nicht im Aufgebot/U21). St.Gallen ohne Stillhart (gesperrt), Youan, Kräuchi, Abaz, Ajeti (krank/verletzt), Nuhu, Gonzalez, Solimando, Strübi, Campos, Diarrassouba und Simon (nicht im Aufgebot/U21). 

Verwarnungen: 47. Cabral, 47. Frei

rheintal24/hug