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Leserbrief
Altstätten
19.01.2026

«Stumm wie ein Fisch»

Mäx Hasler berichtet: Beim Werkhof neben dem Gefängnis kam es mehrfach zu Einbrüchen, inzwischen schützen Armierungsgitter die Fenster.
Mäx Hasler berichtet: Beim Werkhof neben dem Gefängnis kam es mehrfach zu Einbrüchen, inzwischen schützen Armierungsgitter die Fenster. Bild: zVg
Mäx Hasler reagiert auf die kürzlich von der Stadtkanzlei veröffentlichten Zahlen über Altstätten und zeigt sich insbesondere über die Bevölkerungsentwicklung, den Steuerfuss sowie offene Fragen rund um das Asylwesen und den Gesundheitsschutz besorgt.

Kürzlich veröffentlichte die Stadtkanzlei Zahlen über Altstätten. Für mich war das Auffälligste an diesem Bericht die Zunahme der Bevölkerung. Ich erinnere mich. Als ich in die sechste Klasse ging, nahmen wir verschiedene Zahlen durch. Unter anderem erinnere ich mich, dass damals der Dollar bei Fr. 4.33 war und das Pfund bei 12.12 Franken.

Die Einwohnerzahl betrug damals 9165 Personen. Zahlen, die ich nie vergesse. Heute sind es rund 12'700 Einwohner. Das bedeutet eine Zunahme von rund 3500 Personen. Wohlgemerkt in 60 Jahren.

Andere aufstrebende Gemeinden haben sich in dieser Zeit mehr oder weniger verdoppelt. Ich denke da unter anderem an Widnau. Letztes Jahr seien 191 Personen nach Altstätten gezügelt. Über 900 verliessen Altstätten wieder. Ich denke, daran ist nicht zuletzt der hohe Steuersatz schuld. Ich persönlich bin aber froh, wenn Altstätten nicht noch mehr wächst. Nicht zuletzt wegen der prekären Verkehrssituation.

Was mich auch stutzig macht, ist, dass in Altstätten 58 Asylbewerber und andere Personen mit Schutzstatus untergebracht sind. Uns wurde doch versprochen, dass Gemeinden, in denen es Asylunterkünfte gibt, keine Asylbewerber privat unterbringen müssen. Ich frage den Stadtrat: Was ist da dran und wie hoch sind diese Kosten und wer bezahlt sie?

Apropos Asylbewerber. Anfang Januar stand in den Medien, dass im Spätsommer 2024 eine mit Tuberkulose angesteckte Familie in die Schweiz kam und im Heim Altstätten untergebracht wurde.

Die Bedenken einer involvierten Pflegefachfrau wurden vom SEM unter den Tisch gekehrt. So nach dem Motto «das Schweigen der Lämmer». Angeblich war es nicht der einzige Krankheitsfall in der Schweiz. Im BAZ Altstätten hielt man es trotzdem nicht für nötig, die betroffene Familie gründlich zu untersuchen. Der zuständige Arzt sei mehrere Wochen in den Ferien gewesen. Hallo!!!

Inzwischen scheint Gras über die Sache gewachsen zu sein, und die besorgte Bevölkerung steht weiterhin im Regen. Würde mich aber trotzdem wundern, was in dieser Angelegenheit vorgefallen ist. Gab es ein Redeverbot seitens der Behörden?

Mäx Hasler, 9450 Altstätten

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Redaktion rheintal24

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