Die Komplexität der Sprache zeigt sich an der Landesgrenze. Im Alltag nutzen Menschen Mundart und Standardsprache, in der professionellen Kommunikation der DACH-Region sind Feinheiten wichtig.
Aus Sicht eines Schweizer Unternehmens reicht es nicht aus, nur eine Varietät der deutschen Grundsprache zu verwenden. Die Business-Terminologie eines jeden Landes ist anders und daher ist es wichtig, Übersetzungen auch in ähnlicher Sprache professionell durchzuführen, um wirtschaftlich zu funktionieren.
Wenn Schweizer Angebote in die DACH-Region gelangen
In der Schweiz arbeiten wir täglich mit Helvetismen. Wir verwenden das Velo, wir parkieren und wir nutzen im Schriftbereich ss anstelle von ß. In der internen Kommunikation und auf dem heimischen Markt sind das Standards. Sobald Marketingmaterialien oder Verträge nach Deutschland oder Österreich gehen, müssen solche Eigenheiten kritisch geprüft werden. Bei Übersetzungen ist es wichtig, dass der Übersetzungsdienstleister Schweiz, Deutschland und Österreich mit den sprachlichen Eigenheiten kennt.
Ein deutscher Kunde wird über Begriffe wie allfällig oder Traktanden stolpern, die im Schweizer Geschäftsalltag fest verankert sind. Soll eine beglaubigte Übersetzung angefertigt werden, sind solche kleinen Feinheiten entscheidend für die Durchführung.
Wer die sprachlichen Erwartungen der Nachbarn ignoriert, signalisiert damit der Zielgruppe eine mangelnde Auseinandersetzung mit individuellen Besonderheiten. Das wirkt sich negativ auf den ersten Eindruck aus und kann über eine potenzielle Geschäftsbeziehung entscheiden.
Besondere Unterschiede zwischen Schweiz und Deutschland
Der deutsche Markt ist gross, die Kaufkraft je Einwohner entwickelt sich in der gesamten DACH-Region positiv. Viele Händler exportieren daher und stellen ihre Produkte gleich in drei Ländern zur Verfügung. Während das Telefonat aus der Schweiz mit deutschen Kunden reibungslos funktioniert, ist bei der Schriftsprache auf Besonderheiten zu achten.
Ein Schweizer Prospekt mit ss anstelle von ß wirkt in Hamburg oder München wie ein Text voller Schreibfehler. Auch der Wortschatz bietet einige Besonderheiten. Die konsensorientierte Schweiz kommuniziert anders als die oft direktere, deutsche Geschäftswelt. Wer diese sprachlichen Feinheiten der Übersetzung berücksichtigt, baut Barrieren ab und sorgt gleichzeitig für einen positiven Eindruck.
Titel und Termini auch in Österreich wichtig
Österreich pflegt eine ganz eigene Sprachkultur, die vor allem bei Ämtern und Titeln spürbar ist. Im Schweizer Business werden akademische Grade pragmatisch betrachtet, in Österreich ist die korrekte Nennung von Titeln ein Zeichen von Professionalität und Respekt. Auch das juristische Vokabular weicht deutlich voneinander ab.
Was in der Schweiz die Aktiengesellschaft ist, hat in Österreich eine andere Bedeutung. Der Jänner im Vertrag macht den Unterschied zum Januar. Geschäftsbeziehungen laufen oft am besten, wenn der Vertragspartner als lokaler Partner wahrgenommen wird. Ob das so ist, kann durch Feinjustierungen bei Übersetzungen mit beeinflusst werden.
Wirtschaftliche Relevanz und rechtliche Probleme bei Übersetzungen
Fehler in der sprachlichen Anpassung sind nicht nur ein Kundenthema, sondern können sogar teuer werden. Bei technischen Dokumentationen und rechtlich bindenden Dokumenten entstehen Haftungsrisiken, wenn die Begriffe nicht zutreffend sind.
Hinzu kommt die Entscheidung des möglichen Kunden für oder gegen eine Geschäftsbeziehung, die fast immer in Sekunden erfolgt. Wirkt die Sprache unpassend oder schwammig, schwindet das Vertrauen in die Seriosität des Anbieters. Die Lokalisierung hilft dabei, die hohe Qualität des Herkunftslandes auch in die Region zu transportieren.