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Montlingen
19.01.2026
19.01.2026 09:23 Uhr

Neujahrsauftakt der Mitte Rheintal mit klaren Ansagen

Der Start ins neue Jahr stand bei der Regionalpartei Die Mitte Rheintal ganz im Zeichen von Gemeinschaft und politischer Standortbestimmung.
Der Start ins neue Jahr stand bei der Regionalpartei Die Mitte Rheintal ganz im Zeichen von Gemeinschaft und politischer Standortbestimmung. Bild: Cedric Gmür
Rund 70 Mitglieder und Sympathisanten der Mitte Rheintal sind am Sonntag zur traditionellen Neujahrsbegrüssung im Pfarreiheim St.Josef in Montlingen zusammengekommen. Der Anlass überzeugte mit einem neuen Brunch-Konzept sowie politischen Referaten aus Kantons- und Bundespolitik.

Der Start ins neue Jahr stand bei der Regionalpartei Die Mitte Rheintal ganz im Zeichen von Gemeinschaft und politischer Standortbestimmung. Erstmals traf sich die Partei zu einem Brunch in Montlingen.

Vor der Eröffnung des Buffets erhielten die Teilnehmer bei einer Dorfführung unter dem Motto «Montlingen – gestern geprägt – heute gestaltet» spannende Einblicke in die Entwicklung des Dorfes. Für die Verpflegung der rund 70 Gäste zeichnete sich das Team der Mitte-Ortspartei Oberriet rund um Denise Hutter verantwortlich.

Positive Signale aus dem Gesundheitsdepartement

Regierungsrat Bruno Damann nutzte die Gelegenheit, um über die aktuellen Herausforderungen im Kanton St.Gallen zu informieren. Im Zentrum standen dabei das kantonale Sparprogramm sowie die anstehenden Abstimmungen vom 8. März.

Besonders erfreuliche Nachrichten brachte der Gesundheitschef zum Spitalverbund mit: Nach der erfolgten Zusammenlegung wird für das Jahr 2025 ein positives Resultat erwartet. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein für die kantonale Gesundheitsversorgung dar. Zudem thematisierte Damann den Fortschritt beim Medical Master in St.Gallen sowie die Entwicklungen rund um das Gesundheitsgesetz.

Bild: Cedric Gmür

Markus Ritter warnt vor dem «Bürokratiemonster»

Nationalrat Markus Ritter blickte auf einen dynamischen Start der neuen nationalen Parteispitze zurück. Mit einem neuen Bundesrat, einem neuen Präsidenten und einer neuen Fraktionschefin sei die Mitte gut aufgestellt, um in unsicheren Zeiten – insbesondere mit Blick auf die unberechenbare Weltpolitik rund um die USA – als Stabilitätsanker zu wirken.

Ein besonderes Augenmerk legte Ritter auf die Volksabstimmung zur Individualbesteuerung am 8. März. Obwohl die Abschaffung der sogenannten Heiratsstrafe ein Kernanliegen der Mitte sei, erachte die Partei die vorliegende Initiative als den falschen Weg. Ritter bezeichnete die Vorlage als «Bürokratiemonster sondergleichen».

Die Individualbesteuerung würde über 1000 neue Stellen bei den Kantonen erfordern, um die 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen überhaupt bearbeiten zu können. Er betonte zudem, dass viele Kantone das Problem bereits mit einfachen Splitting-Modellen gelöst hätten, welche keine Partnerschaftsformen benachteiligen.

Dass bereits zehn Kantone das Kantonsreferendum ergriffen haben und sich auch die Konferenz der Kantonsregierungen gegen die Vorlage ausspricht, unterstreiche die mangelhafte Durchdenkung des Projekts. Ritter rief die Anwesenden dazu auf, sich aktiv für eine Ablehnung einzusetzen.

Markus Ritter Bild: Cedric Gmür

Ausblick auf das Wahljahr 2027

Zum Abschluss gab Markus Ritter einen ersten Ausblick auf die Planungen für die nationalen Wahlen 2027. Danach ging der Anlass in einen gemütlichen Teil über. Bei einem kleinen Wettbewerb konnten die Teilnehmer Spezialitäten aus Montlingen gewinnen. Die Neujahrsbegrüssung zeigte einmal mehr, dass die Mitte Rheintal nicht nur politisch klare Kanten zeigt, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt pflegt.

pd/ako
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