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Thal
12.01.2026

Neujahrskonzert begeistert mit Vielfalt und Klangfarben

Jaroslaw Netter & Thomas Berchtold
Jaroslaw Netter & Thomas Berchtold Bild: zVg
Mit einem facettenreichen Programm eröffneten die Lehrer der Musikschule Am Alten Rhein am Sonntag, 11. Januar 2026, im Evangelischen Kirchgemeindehaus Thal das musikalische Jahr. Das Neujahrskonzert überzeugte als abwechslungsreiche Matinee mit unterschiedlichen Besetzungen und Klangfarben.

Den Auftakt gestalteten Violoncellist Thomas Berchtold und Pianist Jaroslaw Netter mit der Filmmusik zu Schindler’s List von John Williams. Die ausdrucksstarke Interpretation setzte einen nachdenklichen Ton und versetzte den Raum sofort in konzentrierte Stille.

Einen kontrastierenden Akzent setzte anschliessend Fritz Kreislers Liebesfreud, dargeboten von Iryna Marozava am Hackbrett (Zymbal) und Aleksandra Popovic am Klavier. Das fein abgestimmte Zusammenspiel vermittelte Leichtigkeit und Eleganz.

Iryna Marozava & Ghenadie Rotari Bild: zVg

Stilistische Vielfalt und solistische Höhepunkte

Im weiteren Verlauf zeigte sich die programmatische Vielfalt des Konzerts deutlich. Rainer Thiede interpretierte Sergio Assads Valseana mit klanglicher Transparenz. Ghenadie Rotari arbeitete am Akkordeon in Fazil Says Goldberg in Istanbul stilistische Brüche und rhythmische Schärfe pointiert heraus.

Einen besonderen Akzent setzte Philipp Roman mit Alexej Gerassimez’ Asventuras für Snare Drum, das durch physische Präsenz und rhythmische Präzision überzeugte. Als vierte Solistin begeisterte Aleksandra Popovic das Publikum mit der Hommage an Edit Piaf von Francis Poulenc.

Katja Weber,Ghenadie Rotari,Thomas Berchtold Bild: zVg

Kammermusikalischer Ausklang und geselliges Beisammensein

Kammermusikalische Formationen prägten den zweiten Teil des Programms. Dazu gehörten Isaac Albéniz’ Asturias in der Bearbeitung für Akkordeon und Gitarre sowie zwei Werke von Guido Neff für Hackbrett und Akkordeon, die volksmusikalische Elemente mit zeitgenössischem Gestus verbanden.

Den Abschluss bildete Astor Piazzollas Libertango für Querflöte, Violoncello und Akkordeon – ein temperamentvoller Ausklang, der vom Publikum mit anhaltendem Applaus aufgenommen wurde.

Beim anschliessenden Apéro, offeriert vom Förderverein der Musikschule, klang die Matinee in geselligem Rahmen aus. Die Kollekte des Konzerts kam ebenfalls dem Förderverein zugute.

pd/ako
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