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Kultur
25.10.2020

Ein Stern, der diesen Namen trägt

Ein grossartiges Konzert mit Adrian Stern beim Heerbrugger Kulturbrugg-Festival (Bilder: Ulrike Huber)
Am zweiten Abend des Kulturbrugg-Festivals im Kinotheater Madlen trat Adrian Stern mit Band auf. Ein Konzert für das „Good feeling“ in seltsamen Zeiten.

Wer aus diesem Konzert mit Adrian Stern und Band noch schlecht gelaunt zur Türe herausgekommen ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Der kann nur ein «Grumpy old Man», ein Mensch mit angeborener Tiefstimmung sein. Denn was Stern und seine musikalischen Kumpanen zwei Stunden lang auf die Madlenbühne brachten, war in seiner Fröhlichkeit ansteckenden easy-listening-Sound vom Allerfeinsten.

Tolle Stimmung, tolle Lieder - toller Auftritt von Adrian Stern und Band.

Heavy happy Sound

Zwei Stunden heavy happy Musik, die auch in rockigen Passagen verbindlich und herzlich daherkommt. Mit tollen Melodien, mit bodenständigen schwyzerdütschen Texten. Wie kann man das für Nicht-Adrian-Stern-Kenner am besten ausdrücken? Adrian Stern ist die Schweizer Ausgabe des amerikanischen Edelrockpoppers Rick Springfield («Jessie´s girl»). Eingängige Melodien, schöne Arrangements, und je älter, mehr im Pop und teilweise im Schlager, als im Rock daheim.

Adrian Stern zeigte, weshalb er zurecht einer der beliebtesten Schweizer Popkünstler ist.

Bin en Träumer, bin en Spinner

Ein gutes Beispiel dafür ist der Song «s`Blaue vom Himmel», dessen Refrain «Bin en träumer bin en Spinner, spinne träum vo eus für immer» im für Coronazeiten gut besuchten Madlen begeistert mitgesunden wurde. Überhaupt handeln die Lieder von Stern vom Wichtigsten im menschlichen Leben. Von Liebe und partnerschaftlichen Beziehungen und Problemen. Was manchmal schon fast, aber nur fast ins liebevoll Kitschige hineinreicht. «Ich schwebe i de luft und wot zu dir, uf em schneewisse schimmel i´s blaue vom himmel.»

Thomi Jordi gab mit seinem Bass den Rhythmus vor.

Neues Album «Meer»

Zwischen den Songs erzählte der sympathische Aaargauer, wie manchmal seine Songs entstehen. Oft aus kleinen Ideen, die ihn nicht mehr verlassen, bis dann ein ganzes Lied herauskommt. So wie die traumschöne, wunderbar einfühlsame und melancholische Ballade, die dazu noch sehr gelungen in ihrer Botschaft ist: «Meer schaffe das», die bereits veröffentlichte Titelsingle aus seinem Anfang 2021 erscheinenden neuen Album «Meer».

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  • Mathias Kräutli verstand es, auf dem Drum auch leise Takte zu spielen.
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  • Benjamin Schmid überzeugte am Keybord.
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Grossartiges Gitarrenspiel, grossartige Begleiter

Die zweite Hälfte des Konzerts begann mit dem ewig gültigen Song «Nummer 1». Grossartig das Gitarrenspiel von Adrian Stern, ebenso gut seine musikalischen Begleiter Matthias Kräutli auf den Drums, Thomy Jordi am Bass und Keyborder Benjamin Schmid. Nicht zu vergessen das Publikum, das kräftig mitsang und beinahe schon einen Background-Chor bildete. Ein gelungener zweiter Abend des Kulturbrugg-Festivals. Wie es weitergeht, entnehmen Sie bitte der Factbox.

 

Das weitere Programm beim Kulturbrugg Festival vom 26. bis 30.10.2020

 

Montag, 20.00 Uhr, Veit Lindau – Erfolgreicher Umsetzer und Freigeist mit einem provokanten liebevollen Vortrag

Dienstag, 20.00 Uhr, Tobias Heinemann – Gedankenleser

Mittwoch und Donnerstag, jeweils 20.00 Uhr, Simon Enzler – Appenzeller Kabarattist der Extraklasse

Freitag, 20.00 Uhr, Marius Baer – Appenzeller Newcomer des Pophimmels.

gmh/uh