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Fussball Regional
14.10.2020
14.10.2020 15:02 Uhr

Coronapech in Rüthi und Montlingen

Covid-19 verhindert ein «normales» Leben, nicht nur im Fussball (Symbolfoto: Shutterstock)
Wie der FC Rüthi offiziell mitteilt wurden drei Spieler positiv auf Covid-19 getestet. Beim FC Montlingen hat es den Co-Trainer des Fanionteams erwischt.

«Bei drei Spielern des FC Rüthi ist der Corona-Test positiv ausgefallen. Aus diesem Grund wurden alle Trainings der 1. und 2. Mannschaft sowie der A-Junioren vorläufig abgesagt sowie deren Spiele verschoben. Der Vorstand ist mit den zuständigen Stellen des Kantons in Kontakt und trifft die erforderlichen Abklärungen. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit. Der Vorstand wünscht den erkrankten Spielern eine gute Genesung!»

Diese Meldung ist aktuell auf der Homepage des FC Rüthi zu finden. Und aus Montlingen erreichte rheintal24.ch aus verschiedenen Quellen die Nachricht, dass sich neben einem bereits am Freitag bestätigten Spieler jetzt auch der Co-Trainer des Fanionteams positiv auf Corona getestet worden sei. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Was allerdings aus Sicht des FC Montlingen verständlich ist.

«Diese Berichterstattung, dieses grosse Theater, dass da bei jedem Fall gemacht wird, schadet uns und überhaupt dem Fussball sehr», so die Ansicht von Montlingens Präsident Patrick Zäch, «Wir haben leider Fälle im Verein, das ist so. Wie wohl in jedem Verein Coronafälle auftauchen. Wir machen alles, was wir können, um das Virus so gut wie möglich zu isolieren, wie Private auch. Aber wenn sich ein Mitglied des Teams privat oder in seinem Geschäft ansteckt, dann hat das doch nichts mit dem Fussball oder dem FC Montlingen zu tun.» Künftig werde der FC Montlingen daher auch keine entsprechenden Pressemeldungen oder Bestätigungen erstatten.

Tatsächlich hätten bereits Vereinsmitglieder Probleme an ihrem Arbeitsplatz bekommen. Aufgrund der Corona-Fussballberichterstattung. Was natürlich nicht sein darf. Denn eine Infektion droht überall, und gerade der FC Montlingen gehört zu jenen Vereinen, die das vom Schweizer Fussballverband vorgeschriebene Schutzkonzept vorbildlich umsetzen und darüber hinaus mit zusätzlichen Massnahmen Akteure, Staff und Zuschauer schützen. Anstecken kann man sich überall. Wie im vorliegenden Fall des Co-Trainers. Denn nicht in seinem sportlichen Umfeld, sondern vielmehr in seiner beruflichen Umgebung seien in den letzten Tagen vermehrt Corona-Infektionen aufgetreten.

gmh/uh