Wer hätte das vor der Saison erwartet? Ja, man wusste, dass der FC Widnau noch um ein Jahr besser eingespielt sein würde. Man wusste, dass es mit Trainer Andreas Lüchinger eine tororientiertere Spielweise geben würde. Und man wusste, dass mit Ilya Ivic ein Spieler auf die Aegeten zurückgekehrt war, der mit seiner grossen Klasse die Defensive gemeinsam mit Routinier Valentin Aggeler zu einer Festung machen würde. Doch niemand hätte ernsthaft erwartet, dass die Blau-Weissen nach sieben Partien mit fünf Siegen, zwei Niederlagen und fünfzehn Punkten den dritten Platz der 2. Liga Interregional Gruppe 6 belegen würden.
Bühne für vereinslose Profis
Wie stark die Aegetenboys derzeit sind, demonstrierten sie am Samstag auswärts gegen den FC United Zürich. Gegen jenen Verein, der noch vor wenigen Jahren mit dem Rezept, vereinslosen Profis eine Bühne bieten zu wollen, zwei Ligen weiter oben spielte. Letztes Jahr aber nach dem Schlussdurchgang weit abgeschlagen Letzter in der 2. Liga Interregional war und ohne Coronaabbruch der Spielsaison wohl sicher abgestiegen wäre. Diese Saison präsentiert sich United aber stärker, wiewohl es erst für einen Sieg vor zwei Wochen gegen den ebenfalls in der Abstiegszone befindlichen FC Rüti gereicht hat.